Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Ein Haus mit Zukunftsperspektive

Nach 20 Jahren Wechsel bei Heimvolkshochschule Mariaspring Ein Haus mit Zukunftsperspektive

Bei der Ländlichen Heimvolkshochschule Mariaspring in Eddigehausen steht ein Wechsel bevor. Nach 20 Jahren wird Wolfgang Borchardt am Wochenende mit einem Festakt als Leiter der Einrichtung in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Boris Brokmeier.

Voriger Artikel
Bovenden: Patchwork-Familie hofft auf Einigung
Nächster Artikel
Verwirrung um Abfallentsorgung

Wolfgang Borchardt verlässt Ende Februar die Heimvolkshochschule Mariaspring.

Quelle: Wenzel

Eddigehausen. Borchardt und Brokmeier arbeiten seit Anfang des Jahres bereits an der Stabsübergabe Ende Februar. „Es ist nicht einfach, loszulassen“, gesteht der 65-jährige Borchardt. Immerhin kam er schon im Oktober 1995 zur Heimvolkshochschule Mariaspring. Zuvor arbeitete er bereits 15 Jahre lang als Leiter einer Einrichtung der Erwachsenenbildung in St. Andreasberg.

Mit Mariaspring habe er eine Bildungsstätte vorgefunden, resümmiert Borchardt, „die dringend eine Umstrukturierung brauchte“. Zum einen sei das ursprüngliche Teilnehmerklientel wie Landfrauen oder Hausfrauenbund zunehmend ausgeblieben, zum anderen habe seinerzeit das Land Fördermittel im Bereich der Erwachsenenbildung gekürzt. „Es bestand der Druck“, so Borchardt, neue Zielgruppen zu erschließen und sich auch „thematisch zu profilieren“. Diese Umstrukturierung sei ein teilweise schwieriger und mühseliger Prozess gewesen, der auch auf Widerstände gestoßen sei. Das habe „viel Kraft gekostet“, sagt Borchardt.

Das hatte offenbar Erfolg, denn heute sei die Heimvolkshochschule Mairaspring regional wie auch international bekannt und habe ein gutes Renommee. Mit ihren Angeboten liege Mariaspring bei den Teilnehmerzahlen heute bei mehr als 5000 in mehr als 250 Kursen und Seminaren.

Nicht nur inhaltlich wandelte sich die Heimvolkshochschule Mariaspring unter Borchardts Leitung. Auch baulich passte sich die Einrichtung heutigen Erfordernissen an – ein Teil der Zimmer wurde bereits umgestaltet. Im alten Gebäudetrakt müssten aber auf zwei Fluren noch Doppelzimmer mit Etagendusche statt modernisiert werden. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Borchardt und sieht in den Umbaumaßnahmen eine der Aufgaben, um die sich sein Nachfolger kümmern müsse. Nach den schwierigen Jahren 2007 bis 2009 stehe die Einrichtung seit 2010 „auf finanziell sicheren Beinen“. Das habe sich verfestigt, so dass für den Umbau auch Rücklagen gebildet werden konnten.

Er könne Brokmeier ein Haus übergeben, welches „gut dasteht und gute Zukunftsperspektiven hat“. sagt der 65-Jährige. Auch sehe er die Arbeit der Heimvolkshochschule grundsätzlich als zukunftsfähig an. Potenzial sieht Borchardt zum Beispiel in Seminarangeboten für Ehrenamtliche und Teilnehmer aus Organisationen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind. Mariaspring mache bereits entsprechende Angebote.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung