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Klön-Nachmittag in edlem Weiß

Erstes Weißes Dinner in Bovenden Klön-Nachmittag in edlem Weiß

Zwangloses Miteinander, liebevoll zubereitete Speisen und vor allem eine rein weiß gekleidete Gesellschaft: Zum gemeinschaftlichen Picknick, dem ersten Weißen Dinner in Bovenden, kamen rund 50 Besucher.

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Ganz in Weiß: Die Idee, in Bovenden zum ersten Mal ein Picknick ganz in Weiß zu veranstalten, ist aufgegangen.

Quelle: Heller

Bovenden. Von weitem sah es aus wie eine Hochzeitsgesellschaft: weiße Luftballons an den Hecken und Bäumen, weiße Kerzen entlang des Weges und einige – weiße – Sommerhüte inmitten der „Festgesellschaft“. Auf den Tischen frisch gepflückte Margariten und Rosen. Nur auf Picknickdecken, da saß keiner. Stattdessen gab es Bierzeltgarnituren und mitgebrachte Stühle wie Tische, natürlich alle weiß gedeckt. Ruth Wilkens Idee, in Bovenden zum ersten Mal ein Picknick ganz in Weiß zu veranstalten, ist aufgegangen.

Die Besucher kamen aus Bovenden, aber ebenso aus Eddigehausen und Angerstein in den Karl-Heinz-Lies Park, auch „Deckel“ genannt, weil er über dem B3-Tunnel liegt. „Der Park wird viel zu selten genutzt“, meint Ruth Wilkens. Dabei eigne er sich doch hervorragend für Aktivitäten und er liege zwischen dem Alt- und Neudorf. Die Idee zum Picknick kannte sie noch aus anderen Städten – und aus dem Nachbarort Angerstein.

„Wir haben schon dreimal ein Weißes Dinner bei uns im Park gemacht“, sagt Karla Köhring aus Angerstein. Beim ersten Mal habe es eine sehr große Beteiligung gegeben, beim zweiten Mal habe es geregnet, es kamen nur wenige, und die Beteiligung beim dritten Mal war auch nicht so gut. Das war vor zwei Jahren, danach gab es das Dinner nicht noch einmal.

Die Idee des „Dîner en blanc“ soll aus dem Paris des Jahres 1988 stammen. Menschen, ganz in weiß gekleidet, treffen sich, oft an spontan festgelegtem Zielort, in der Öffentlichkeit und bringen ausgefallenes, exquisites Essen mit. So sollte es auch in Bovenden sein. 

Ganz bewusst wurde das Dinner nicht über Vereine oder Parteien organisiert, um jedermann gleichermaßen anzusprechen. Ruth Wilkens legte dafür selbst Hand an: Die Ruheständlerin, die sich aber noch ehrenamtlich in der AWO engagiert, verteilte mehrere Wochen vor dem Dinner-Termin Flyer in Geschäften und im Ort. „Ich bin sehr glücklich, dass so viele gekommen sind, auch viele, die ich gar nicht kenne, und das Wetter mitgespielt hat. Das sieht richtig schön aus in Weiß.“

Auch Karla Köhring gefallen der Ort und die Zwanglosigkeit. „Das wichtigste ist ja, dass man Tisch und Stuhl und sein Essen selbst mitbringt und jeder sein Zeug auch wieder mitnimmt.“ Eines allerdings ist ihr immer wieder aufgefallen: Dass es doch einigermaßen schwierig ist, Männer zum Mitkommen zu bewegen – und in der Tat, die waren deutlich unterrepräsentiert. „Sie sagen oft, sie hätten keine weißen Hosen oder wollen diese nicht so gerne anziehen. Dabei sagen wir: Beige geht auch.“

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