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Facelifting für den Dicken

Zweiter Bauabschnitt bei Turmsanierung auf der Burg Plesse Facelifting für den Dicken

Der Dicke Turm der Burg Plesse bekommt in den nächsten Monaten ein Facelifting. Derzeit wird gerade das Gerüst aufgestellt. Die Außensanierung ist der zweite Bauabschnitt. Das Staatliche Baumanagement gibt dafür rund 330 000 Euro aus. Während der Bauarbeiten bleibt der Turm gesperrt.

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Berichten über die bevorstehende Außensanierung des Dicken Turms der Burg Plesse (von links): Marcus Rogge, Wisam Alsalami und Elke Vetter.

Quelle: Hinzmann

Eddigehausen. Als „Glücksfall“ bezeichnete Marcus Rogge, Bauamtsleiter beim Staatliches Baumanagement Südniedersachsen, dass man mit der Burg Plesse vom „Sondervermögen zur Nachholung von Investitionen durch energetische Sanierung und Infrastruktursanierung von Landesvermögen“ profitieren konnte. Die Gesamtsanierungskosten für den Dicken Turm der Burg Plesse wäre aus den Mitteln der regulären Bauunterhaltung der Behörde nicht finanzierbar gewesen. Der bereits im vergangenen Jahr vor dem 1000-jährigen Bestehen der Burg Plesse ausgeführte Bauabschnitt im Innern und die jetzt anstehende Außensanierung kosten zusammen 650 000 Euro.

Derzeit wird das Gerüst an der etwa 30 Meter hohen Turmfassade aufgestellt. Projektleiter Wisam Alsalami erläutert die geplanten Arbeiten. In den obersten Geschossen des Turms wird noch das Innenmauerwerk nach historischem Vorbild fertiggestellt. Außerdem soll die tragende Holzkonstruktion und der Holzbodenbelag auf der Aussichtsplattform komplett erneuert werden. „Um das Regenwasser vom Turminnern abzuhalten, wird die Abdichtung ebenfalls instandgesetzt und die Innenrinne neu ausgebildet“, sagt Alsalami.

Durch Abplatzungen und Risse im Außenputz dringe Feuchtigkeit in das historische Mauerwerk ein und schädige dort infolge von Frost- und Tauphasen die Bausubstanz. Daher soll in einem ersten Arbeitsschritt der von Anfang der 90er-Jahre stammende Kalk-Zement-Putz großflächig entfernt werden. Das bis zu vier Meter dicke Gemäuer müsse dann mehrere Monate trocknen, erklärt der Projektleiter. Als Wetterschutz werde der gesamte Turm mit Planen verkleidet. Während der Trocknungsphase erfolgen weitere Untersuchungen des Mauerwerks, um eine geeignete Putz- und Mauerwerksmaterialien zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege zu bestimmen. Ab September soll dann die Fassade neu verputzt werden.

Der Dicke Turm wird wegen der bevorstehenden Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende August gesperrt. Darauf hat Bovendens Hauptamtsleiterin Elke Vetter hingewiesen. Rogge und Alsalami schätzen, dass die Arbeiten für den zweiten Sanierungsabschnitt ab Mitte Oktober beendet sind.

Burgen, Schlösser und mehr

Die Burg Plesse befindet sich seit 1945 im Eigentum des Landes Niedersachsen. Pächter ist der Flecken Bovenden, der Förderverein Freunde der Burg Plesse widmet sich der Burgenforschung. Für die bauliche Unterhaltung und die Sanierung der 1000 Jahre alten Burganlage ist das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen zuständig. Und nicht nur für die Plesse, sondern auch für weitere Gebäude des Bundes und des Landes in den sechs Landkreisen Südniedersachsens. Die rund 1000 Liegenschaften mit etwa 2000 Gebäuden werden von den fünf Dienststellen des Bauamts – Clausthal-Zellerfeld, Hildesheim, Göttingen, Goslar und Holzminden – mit seinen etwa 100 Beschäftigten betreut. Zu den Immobilien unter der Verwaltung des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen zählen viele denkmalgeschützte Gebäude, darunter zum Beispiel auch das Schloss Herzberg.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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