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Fusion der Flecken Nörten-Hardenberg und Bovenden

Vorschlag der CDU-Gemeindeverbände Fusion der Flecken Nörten-Hardenberg und Bovenden

Für Diskussionen haben die Vorsitzenden der CDU-Gemeindeverbänden Nörten-Hardenberg und Bovenden, Carl Graf Hardenberg und Harm Adam, jetzt mit ihrer Forderung gesorgt, die sie am Dienstag verkündeten. Sie schlagen mittelfristig eine kreisübergreifende Fusion der Flecken Nörten und Bovenden vor.

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Die Flecken Bovenden und Nörten-Hardenberg arbeiten beim Gewerbegebiet Area 3 bereits über Kreisgrenzen hinweg zusammen.

Quelle: Meder/Grafik: Foth

Bovenden/Nörten-Hardenberg. „Von der Kooperation zur Fusion – ein neues Leitbild für Bovenden und Nörten-Hardenberg“, so haben die beiden CDU-Vorsitzenden ihre gemeinsame Pressemitteilung überschrieben. Sie fordern darin eine Verstärkung der interkommunalen Zussammenarbeit, „die mittelfristig auch zu einer Fusion beider Kommunen über aktuell bestehende Kreisgrenzen hinaus führen soll“. Beide Flecken seien „wirtschaftsstarke und auch in Zeiten des demografischen Wandels noch immer prosperierende Kommunen“ in der Nähe zum Oberzentrum Göttingen.

Hardenberg und Adam sehen vielfältige Anknüpfungspunkte für eine intensivierte Zusammenarbeit der beiden Gemeinden mit zusammen knapp 22 000 Einwohnern. Bei der gemeinsamen Vermarktung des Gewerbegebietes Area 3 und auch bei der Entsorgung der Abwässer der östlichen Ortsteile Bovendens über die Kläranlage in Nörten gibt es bereits interkommunale Zusammenarbeit beider Kommunen.

Die CDU-Gemeindeverbände sehen darüber hinaus in einer Kooperation beider Betriebshöfe und der Verwaltungen, etwa in der Personal- und Finanzverwaltung „erhebliche Synergien“. Eine fusionierte Kommune „als weiteres Mittelzentrum in einem sich veränderten Landkreis Göttingen“ besitze nach Auffassung Hardenbergs und Adams die Kraft, „gerade in seinen kleineren Ortsteilen gemeinsam den demografischen Wandel zu bewältigen“.  

Carl Graf Hardenberg sieht als langfristiges Ziel eine Fusion der Landkreise Northeim und Göttingen. Falls es dazu nicht komme, sollte Nörten-Hardenberg zum Landkreis Göttingen wechseln. Er wünsche sich, dass „unsere Kinder“ aus dem breiten Schulangebot in Göttingen auswählen könnten, sagt er.

„Fusion derzeit nicht im Fokus“

Für Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) sei zurzeit im Falle der Flecken Bovenden und Nörten-Hardenberg „weder Notwendigkeit noch Willen für einen so weitreichenden Schritt erkennbar“. Der Landkreis Göttingen setze gegenwärtig „sehr erfolgreich die Fusion mit dem Landkreis Osterode am Harz um. Deshalb  begrüße ich Reformanstrengungen, die zur Stärkung von Kommunen führen, grundsätzlich.“ Eine Fusion müsse aber „erstens sinnvoll und zweitens von beiden Partnern gewollt sein“, so Reuter.

Susanne Glombitza, die derzeit die Verwaltungsgeschäfte in Nörten führt, und Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) weisen auf die seit Jahren bestehende interkommunale Zusammenarbeit hin. Bisher hätten sich beide Kommunen schon aktiv ausgetauscht, um Synergien zu nutzen, wo es sinnvoll sei. Eine Fusion beider Flecken stehe für ihn zurzeit nicht im Fokus, so Brandes und argumentiert unter anderem damit, dass beide Kommumen derzeit gut dastünden, etwa was die Bevölkerungsentwicklung als auch die Finanzlage angehe. Vor allem aber hätten beide auch ihre eigene Identität, die man nicht so ohne weiteres hergebe . Statt sich jetzt mit einer Fusion zu beschäftigen, rät Brandes dazu, die Kräfte auf andere Themen zu bündeln. Den Vorwurf der CDU, die Verwaltungsspitzen hätten bislang Initiativen zur Kooperation etwa der Betriebshöfe abgeblockt, weist Brandes zurück. Sowohl Astrid Klinkert-Kittel, vor einem Jahr noch Bürgermeisterin Nörtens, als auch er seien nach Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Zusammenarbeit in diesem Bereich keine Vorteile bringen würde.

Klinkert-Kittel, inzwischen Landrätin in Northeim, sieht mit Blick auf den Fusions-Vorstoß der CDU „keine Notwendigkeit, etwas übers Knie zu brechen“ – weder bei den Flecken Nörten-Hardenberg und Bovenden, noch bei den Landkreisen Northeim und Göttingen.

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