Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Großer Turm der Burg Plesse wird zum Jubiläumsfest wieder freigegeben

Innensanierung abgeschlossen Großer Turm der Burg Plesse wird zum Jubiläumsfest wieder freigegeben

Der große Turm ist fertiggeworden – rechtzeitig vor dem Fest zum 1000-jährigen Bestehen der Burg Plesse. Während der Jubiläumsfeierlichkeiten vom 15. bis 20. September steht der Bergfried den Besuchern der Burgruine wieder zur Verfügung und bietet einen spektakulären Blick über das Leinetal.

Nächster Artikel
Tunnel auf der B 3 bei Bovenden wird gesperrt

Kai-Uwe Lehmkuhl bei der Arbeit: Die Turmsanierung ist abgeschlossen, es wird nur noch geputzt.

Quelle: CR

Eddigehausen. Im Frühjahr 2014 war das Bauwerk nach einer Untersuchung geschlossen worden, in der die Tragfähigkeit des Gebälks infrage gestellt wurde. Wilder Holzschwamm, Holzwürmer und andere Schädlinge hatten dem Holz im Innenraum zugesetzt. „Viele Bereiche waren morsch“, sagt Wisam Alsalami, Mitarbeiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen.„Wir haben den Turm sofort gesperrt“, berichtet Michael Brassel, der Leiter der Behörde.

Um das Jubiläumsfest nicht zu beeinträchtigen, plante Ulrich Huster vom Kasseler Ingenieurbüro HAZ die Sanierung in zwei Abschnitten: die Innensanierung bis September 2015 und die Instandsetzung der Fassade und anderer äußerer Gebäudeteile für das Jahr 2016. Insgesamt steckt das Land Niedersachsen knapp 550 000 Euro in die Turmsanierung.

Im Zuge der jetzt abgeschlossenen Arbeiten wurden in den Rundpodesten – den Decken des imposanten Treppenhauses – etliche Balken ausgetauscht. „Rund 30 Prozent waren marode“, erklärt Huster. Auch andere Holzteile wurden erneuert, deutlich zu erkennen an ihrer hellen Farbe. Gestrichen werden sie erst nach dem Fest.

Von außen eindringende Feuchtigkeit sei die Ursache für die guten Lebensbedingungen etwa des Holzwurmes gewesen. „Wenn Balken trocken sind, gibt es auch keine Schädlinge“, sagt Huster. Die Balkenköpfe wurden im Zuge der Sanierung mit schützenden Edelstahlköchern eingesetzt, „mit Abstand zum Mauerwerk, damit die Luft zirkulieren kann“, erläutert Brassel das Verfahren.

Im kommenden Jahr soll der Bergfried im März oder April für die äußere Sanierung eingerüstet werden. Die Innensanierung wird auf dem obersten Podest noch fortgesetzt. Während der Arbeiten, bedauert Alsalami, sei eine erneute zeitweise Sperrung unvermeidlich. Für die Fortsetzung der Arbeiten werde es eine erneute Ausschreibung geben.

Wie beim vorherigen Abschnitt sucht das Staatliche Baumanagement Handwerker, die Erfahrungen mit der Denkmalsanierung haben. „Wir haben auch für die bisherigen Arbeiten nicht die Billigsten genommen“, scherzt Brassel. Schließlich geschehe die Instandsetzung in enger Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege, „das ist bis jetzt Super gelaufen“, betont Alsalami. Ebenso mit den aus der Region stammenden Handwerkern, die in Hinblick auf den Zeitdruck durch das Jubiläumsfest sehr flexibel agiert hätten.

Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016