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Guter Abschluss für Rübenernte 2015

Nordzucker investiert Guter Abschluss für Rübenernte 2015

Eigentlich war das Rübenjahr 2015 ein gutes: Die Nordzucker AG und der Zuckerrübenanbauerverband Südniedersachsen verzeichneten in der Rübenernte hohe Zuwächse. Trotzdem sank der Umsatz wegen der niedrigen Zuckerpreise um 17 Prozent.

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Bauern sind mit der Rübenernte 2015 zufrieden.

Quelle: Philipp Schulze/dpa

Lenglern. Während der Neun-Monatswert 2014 / 2015 von Nordzucker noch 1,5 Milliarden Euro betrug, sank er 2015 / 2016 auf 1,2 Milliarden Euro. Das gaben Nordzucker und der Zuckerrübenanbauerverband bei der Winterversammlung mit rund 60 Teilnehmern in Lenglern am Dienstag bekannt.

Nordzucker und Verband blicken trotz Herausforderungen optimistisch in die Zukunft:„Bis Ende des Jahres gelten die EU-Referenzpreise,“ erklärte Andreas Windt, Leiter der Nordzucker-Anbauberatung. Ab 2017 wird jedoch die EU-Zuckerquotenregelung mit den bisher staatlich festgesetzten Mengen- und Preisgarantien abgeschafft. Nordzucker wird dann mit den Rübenanbauern direkt Vertragsbedingungen und Preise aushandeln.

„Nordzucker sieht sich für 2017 gut gerüstet“, sagte Andreas Windt. Das Unternehmen plant außerdem umfangreiche Investitionen in die Produktionswerke: „82 Millionen Euro sollen nächstes Jahr in die Werke gesteckt werden,“ erklärte er. Das Geld solle außerdem in die Siloanlagen in Schweden investiert werden.

Wegen des weniger regulierten Marktes sei künftig mit stärkeren Preis- und Mengenschwankungen zu rechnen, erklärte Heinrich-Hubertus Helmke vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer. Nordzucker und Zuckerrübenanbauerverband erwarten dennoch erfolgversprechende Perspektiven für ihr Geschäft.

„In der Region haben die Landwirte rund 13,5 Tonnen Zucker je Hektar geerntet“, erklärte Franz Hesse, Leiter des Agri-Centers im Nordzucker-Werk Nordstemmen, rückblickend auf 2015. Nach einem schwierigen Start hätten viel Sonnenschein und eine gute Niederschlagsverteilung für unerwartet hohe Zuckererträge gesorgt.

Im Werk Nordstemmen sei mit einer durchschnittlichen Tagesverarbeitung von 17 140 Tonnen ein Rekord erzielt worden. Als Gründe gab Hesse die guten Rübenqualitäten und das Greifen umfangreicher Investitionsmaßnahmen an.

Für 2016 bleibe die Anbauempfehlung von Nordzucker unverändert bei 110 Prozent. Windt erklärte, dass sich Nordzucker mit den Rübenbauern für die kommenden Jahre wettbewerbsfähig und marktorientiert aufstellen müsse und erklärte: „In 2017 wollen wir eine deutliche Ausdehnung des Rübenanbaus, um unsere Chancen zu nutzen“.

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