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Harste und Domäne: „Wie ein altes Ehepaar“

„Retterei“ ermöglicht Sanierung der Amtsmühle Harste und Domäne: „Wie ein altes Ehepaar“

„Hat man einen Tick mit dem Bestreben, historisches Kulturgut zu retten?“ Diese Frage hat Karl-Heinz Rehkopf aus Anlass der Feier zur Fertigstellung der sanierten alten Amtsmühle in Harste gestellt. Die Gäste waren sich einig: dieser Tick Rehkopfs sei einer der besten.

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Betrachten den Mühlstein, der bei den Sanierungsarbeiten der alten Amtsmühle gefunden wurde (von links): Denkmalpfleger Martin Grewe, Architekt Hansjoachim Schwieger und Karl-Heinz Rehkopf.

Quelle: Hinzmann

Harste. Der 79 Jahre alte Gründer der Teppich Domäne Harste, aus der das Unternehmen Tedox hervorging, zählte eine lange Liste an Projekten auf, für die er sich in der Vergangenheit engagiert habe, darunter der Einbecker PS.Speicher, eine Burg in Westfalen oder eben das Domänen-Areal in Harste und die frühere Amtsmühle. Die Domäne und das Dorf seien wie ein altes Ehepaar, das zueinander hält, sagte Rehkopf. Und „das mit der Retterei“ ziehe sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Vor allem deshalb sei die alte Mühle gerettet, restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt worden. „Wenn nicht privates Investment und Ideen kommen,“ gab sich Rehkopf überzeugt, „dann wird das nichts“. Mit der für 1,6 Millionen Euro sanierten alte Mühle sei „ein Kleinod gerettet worden“, das vermutlich auch das älteste Haus Harstes ist. Rehkopf sagte, er habe eine weitere Immobilie im Ort gekauft. In seinem Testament habe er bestimmt, was aus der ehemaligen Gaststätte Müller-Koch am Thie werden soll: wieder eine Gaststätte. Die soll „Zur alten Domäne“ heißen, so Rehkopf.

Foto: Hinzmann

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„Möge das noch möglichst lange dauern“, sagte Bovendens Gemeindebürgermeister Thomas Brandes (SPD). Aus der alten Mühle sei „etwas Wundervolles“ geworden. Und dass die Harster eine alte Verbundenheit zu Tedox – im Harster Sprachgebrauch noch immer Teppich Domäne genannt – stellte nicht nur Brandes fest. Ortsbürgermeister Reinhard Neubieser (CDU) freute sich, dass dank Tedox und Rehkopf aus dem „kleinen Schandfleck“ mit der „neuen alten Mühle“ etwas ganz Tolles geworden sei. Architekt Hansjochen Schwieger erläuterte bei einem Rundgang schließlich die Sanierungsmaßnahmen.

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