Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Immer mehr Bedarf an Betreuungsplätzen

Kostenschätzung für den geplanten Neubau: Rund 2,1 Millionen Euro Immer mehr Bedarf an Betreuungsplätzen

Bei der Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen kommt der Flecken Bovenden kaum nach, den Bedarf zu decken. Jetzt schlägt die Verwaltung einen Neubau am Wurzelbruchweg in Bovenden vor. Positiver Nebeneffekt: damit ließe sich auch die Platznot an der örtlichen Grundschule lösen.

Voriger Artikel
Baubeginn für Radweg noch 2016?
Nächster Artikel
Neue Brücke für Neustadt

Auf dem Grundstück am Wurzelbruchweg zwischen Parkplatz der IGS Bovenden und dem Seniorenpflegezentrum soll der Kindergartenneubau entstehen.

Quelle: Meder

Bovenden. Erst 2015 wurde im Kernort Bovenden eine zusätzliche Krippengruppe geschaffen, und vor wenigen Tagen erst hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, eine Krippengruppe am Standort Reyershausen einzurichten, um den Betreuungsbedarf in den östlichen Ortschaften Reyershausen, Billingshausen und Spanbeck decken zu können.

Und schon wieder gibt es Wartelisten. Aktuell sieht die Verwaltung einen zusätzlichen Bedarf von 64 Plätzen, was unterm Strich einem rechnerischen Fehlbedarf von 35 Plätzen entspricht, wie der Verwaltungsvorlage zur Sitzung des Jugendausschusses am Dienstag, 24. Mai, zu entnehmen ist.

Für viele Eltern sei selbstverständlich, ihr Kind in eine Krippe zu geben, analysiert Bürgermeister Thomas Brandes (SPD), und auch Harm Adam, Sprecher der CDU, Grüne, FWG und FDP-Gruppe im Gemeinderat, stellt fest, dass die Nachfrage nach Krippenplätzen ungebrochen ist. Deshalb geht Adam davon aus, dass der Vorschlag der Verwaltung eine Mehrheit bekomme. Vorgesehen ist ein Kindertagesstätten- und Krippen-Neubau am Wurzelbruchweg westlich des IGS-Parkplatzes auf gemeindeeigenem Grundstück. Zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen sollen hier Platz finden - mit der Option, auf drei Gruppen zu erweitern, so Brandes.

Mit den jetzt vorgelegten Neubauplänen ließe sich auch der akute Raummangel der Grundschule beheben, denn der derzeit in einem Trakt des Schulgebäudes untergebrachte Waldorfkindergarten soll in den Neubau umziehen. Dadurch wären für die Schule wieder ausreichend Räume vorhanden und auf den kostenintensiven Anbau könnte verzichtet werden.

Der vorgeschlagene Neubau werde rund 2,1 Millionen Euro kosten und soll „konventionell finanziert“ werden. Zuschüsse aus Landesmitteln seien wie schon für die Schaffung des neuen Krippenangebots in Reyershausen zurzeit nicht zu erwarten, so Brandes. Allerdings wird mit einem Zuschuss des Landkreises in Höhe von 2000 Euro je Betreuungsplatz gerechnet. Für den Neubau wären das 160 000 Euro.

Während die Schaffung weiterer Krippenplätze durch den Neubau am 24. Mai erstmals von den Kommunalpolitikern beraten wird, bestätigte der Verwaltungsausschuss kürzlich trotz Elternprotesten aus Billingshausen den Beschluss für eine neue Krippengruppe in Reyershausen mehrheitlich. Dies schaffe ein wohnortnahes Angebot für Familien in allen drei Ortsteilen, begründet Adam in einem Schreiben an die Eltern, und solle die Grundschule Reyershausen stärken. Per Unterschriftenliste und Online-Petition hatten sich Billingshäuser Eltern gegen die Standortentscheidung für Reyershausen ausgesprochen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016