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Jugendraum soll wieder geöffnet werden

Neuer Treffpuntk im Dorf Jugendraum soll wieder geöffnet werden

„Wir haben Scheiß gebaut“, geben Sascha Günther und Sebastian Balzereit rückblickend zu. Unter anderem wegen ihnen war 2014 der Jugendraum in Billingshausen geschlossen worden. Jetzt setzen sich die inzwischen erwachsenen jungen Männer dafür ein, dass der Treffpunkt wieder geöffnet wird.

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Anke Ufer und Jürgen Stadie (rechts) bereiten mit einer Gruppe Jugendlicher die Wiedereröffnung des Jugendraums in Billingshausen vor.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Billingshausen. Balzereit und Günther wollen Verantwortung übernehmen - für ihr Handeln seinerzeit und für die Jugendlichen von heute. Das versicherten sie bei der jüngsten Sitzung der Ortsräte Billingshausen und Spanbeck. „Wir sind die Generation, die verantwortlich dafür ist, dass der Jugendraum zugemacht wurde“, sagte Balzereit. Daher wollten sie sich jetzt dafür einsetzen, dass der Treffpunkt neben dem Kindergarten in Billingshausen wieder geöffnet wird.

Gar nichts mehr los

Zurzeit würden sich die Jugendlichen oft draußen treffen, oder aber bei einem der Jugendlichen zuhause. Weil seit Schließung des Raums „gar nichts im Dorf los ist“, wandte sich die Gruppe um Günther und Balzereit an das Kinder- und Jugendbüro des Fleckens Bovenden. Die Jugendpfleger Jürgen Stadie und Anke Ufer sind seit mehreren Monaten mit der Gruppe in Kontakt.

In vielen Gesprächen mit den Jugendlichen sei es unter anderem um die notwendigen Schritte gegangen gegangen, die für eine Wiedereröffnung des Billingshäuser Jugendraums erforderlich sind. Aber auch um Verhaltensregeln, berichtet Ufer. Anfang April soll es ein „Jugendraum-Coaching“ geben, das der Landkreis anbietet, erklärt Stadie.

Renovieren und einrichten

Die Zwölf- bis 19-Jährigen aus Billingshausen, Reyershausen, Spanbeck und Holzerode stehen in den Startlöchern. Der Raum wurde bereits entrümpelt, wobei Billard- und Kickertisch weiterhin zur Ausstattung zählen. Nun wollen sie den Treffpunkt renovieren und einrichten. „Fast alle, die früher im Jugendraum waren, sind bereit, mitzuhelfen“, sagt Balzereit.

Dass in dem Jugendraum Alkohol und Rauchen tabu sind, und auch die Nachbarn nicht von Partylärm gestört werden dürfen, ist Balzereit und Günther bewusst. Sie versichern: „Wer Mist baut, fliegt raus.“ Beide wollen als Aufsichtspersonen und Vermittler zwischen Jugendlichen und Kinder- und Jugendbüro sowie Ortsrat auftreten.

Jetzt hoffen die Jugendlichen, dass sich der Ortsrat in seiner nächsten Sitzung am 17. März für die Wiedereröffnung des Billingshäuser Jugendraums ausspricht. Die Initiative der Gruppe, während der Sitzung vor wenigen Tagen ihre Forderung zu vertreten, wurde schon einmal positiv aufgenommen.

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