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Missverständnisse ausgeräumt

Treffpunkt Altes Pfarrhaus Missverständnisse ausgeräumt

Sorgen machen sich seit Wochen die Mitglieder des Vereins Treffpunkt Altes Pfarrhaus (TAP) in Eddigehausen um ihren Treffpunkt im Alten Pfarrhaus. Grund: Die Kirchengemeinde denkt über einen Verkauf ihrer Immobilie nach. Jetzt sind Missverständnisse ausgeräumt worden.

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Pastorin Christina Klasink mit Ortsbürgermeister Bernd Riethig (Mitte) und Jörg Ahlborn vom TAP-Vorstand.

Quelle: Eichner-Ramm

Eddigehausen. Seit März 2007 nutzt der Verein TAP das frühere Pfarrhaus für Veranstaltungen. Der Verein ist Mieter der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Eddigehausen, erklärt Jörg Ahlborn vom TAP-Vorstand. Pastorin Christina Klasink erinnert daran, dass die Kirchengemeinde ihr früheres Pfarrhaus 2006 von der Sparkasse zurückgekauft habe und dank einer anonymen Spende erforderliche Umbauten vornehmen konnte.

Allerdings ist die Immobilie nach wie vor ein altes Gemäuer, in das über die Jahre schon mancher Euro gesteckt werden musste, berichten Klasink und Ahlborn. Etwa 18 000 Euro zahlte die Kirchengemeinde in die Sanierung des Trepppenhauses, und der Verein TAP engagierte sich nicht nur mit etwa 1000 Arbeitsstunden sondern auch mit etwa 7000 Euro an der Bauunterhaltung, wie Ahlborn sagt. Eine Zwischentür wurde erneuert, drei Fenster im Obergeschoss ausgetauscht und die alte Dachrinne ersetzt.

Weitere Förderung abgelehnt

Doch weitere Reparaturen sind dringend notwendig. Seit einigen Wochen ist der Haupteingang vorsorglich gesperrt, weil Balken am Glasvorbau morsch sind und Regen eindringt. Laut Kostenvoranschlag müssten hier etwa 22 000 Euro investiert werden, rechnet Peter Burkhardt vom Kirchenrat vor. Und genau das ist das Problem. Pastorin Klasink erklärt: „Wir sind jetzt in der problematischen Situation, dass die Kirchengemeinde finanziell nicht so aufgestellt ist, wie wir vor zehn Jahren dachten“. Habe die Landeskirche bisher Mittel für die Arbeiten am alten Pfarrhaus Eddiehausen bewilligt, werde eine weitere Förderung abgelehnt, weil die Immobilie nicht für originäre Zwecke der Kirche genutzt werde und vier weitere Gebäude im Ort unterhalten werden müssten, so Klasink.

Signale der Kirchengemeinde, dass sie das Haus nicht mehr wie bisher unterhalten könne, stießen beim Verein TAP auf große Sorgen. „Die Kirchengemeinde will unser Haus verkaufen“, schrieb der Vorstand vor wenigen Tagen an seine Mitglieder, erste besorgte Anfragen, ob der Treffpunkt geschlossen werden müsse, machten die Runde.

Suche nach einer Lösung

Jetzt konnten Missverständnisse in einem vom Tageblatt initiierten Gespräch zwischen Vereinsvorstand und Vertretern des Kirchenrates ausgeräumt werden. „Wir wollen das Haus nicht an Dritte verkaufen. Es soll für die Menschen im Ort als Treffpunkt erhalten bleiben“, versichern Burkhardt und Klasink und sagten dem Verein zu, bei der Suche nach einer Lösung enger zusammenzuarbeiten.

Ein Verkauf des Gebäudes unter der Auflage, dass der Verein TAP es weiterhin nutzen kann, wäre für Ahlborn denkbar. Der Verein hatte bereits sogenannte Leader-Fördermittel in Höhe von 18 500 Euro eingeworben, um den Eingangsbereich zu erneuern. Daran werde aber die Auflage geknüpft, dass ein auf zwölf Jahre langfristig abgeschlossener Mietvertrag geschlossen werde. Darauf könne sich die Kirchengemeinde zurzeit aber nicht festlegen.

In den Überlegungen, wie es weitergeht, stehe man noch ganz am Anfang, so Klasink. Ob die Gründung einer Genossenschaft oder eines Fördervereins, ob Fundraising oder welche Fördertöpfe in Frage kommen, müsse genau geprüft werden. Auch der Verein will aktiv werden und sich im Ort zum Beispiel nach Sponsoren umhören, kündigte Ahlborn an. „Das TAP liegt uns am Herzen“, versichern Kirchengemeinde- wie Vereinsvertreter gleichermaßen.

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