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Mit dem Fahrrad von Franken voraus

Billingshäuser besuchen Billingshausen Mit dem Fahrrad von Franken voraus

Für Gernot Hüsam war es nur ein Ausflug: 276 Kilometer von Billingshausen bis Billingshausen. „Und nicht einmal nass geworden.“

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Einige postalische Irrläufer hatten schon vor mehr als 30 Jahren dazu geführt, dass die „Fränkischen Musikanten“ und die „Billingshäuser Blasmusiker“ in Kontakt kamen.

Quelle: Peter Heller

Billingshausen. Der 50-Jährige aus dem gleichnamigen Dorf in Unterfranken besuchte am Sonnabend das Jubiläums-Brunnenfest im Bovender Dorf. Er war seinen Kameraden, die mit dem Bus kamen, vorausgeradelt.

Es mag der zehnte Besuch des Franken mit dem Fahrrad in Südniedersachsen gewesen sein. Auch als er die 8300 Kilometer zum Nordkap radelte, war er auf Hin- und Rückreise am Rodebach eingekehrt. Für den Extremsportler liegen die beiden gleichnamigen Dörfer nur eine Tagesetappe auseinander.

Für die Deutsche Post trennt die Dörfer auch nur die Postleitzahl. Früher war das schlimmer, was freilich ein Glücksfall war. Einige postalische Irrläufer hatten schon vor mehr als 30 Jahren dazu geführt, dass die „Fränkischen Musikanten“ und die „Billingshäuser Blasmusiker“ in Kontakt kamen. Vor genau 25 Jahren wurde dieser zur offiziellen Dorf-Partnerschaft. Seitdem besuchen sich die rund 500 Billingshäuser Franken und die rund 690 Partner aus der Flecken-Ortschaft gegenseitig.

Beim Brunnenfest, das gleichzteitig das Partnerschafts-Jubiläum feierte, wurde das eindruckavoll deutlich: Ortsheimatpfleger Hans-Günther Bothmann hatte eine Ausstellung zur Partnerschaft mit Zeitungsartikeln, Fotos und Briefen zusammengestellt, die einen ganzen Raum im Dorfgemeinsschaftshaus füllte. Wer mitfeierte, musste das gesehen haben.

Organisiert hat das Brunnenfest wieder der Verschönerungsverein, diesmal mit der Hilfe der „Jungs aus dem Jugendraum“, wie Vorsitzender Frank Woesthoff sagt. Den Nachwuchs einzubinden sei wichtig, schließlich hat sich der Verein neben Feiern noch einiges vorgenommen. Zum Beispiel, den Thie aufzuräumen und die Flachsrotte wieder herzurichten und mit Infotafel zu versehen. Am Rodebach wurde vom Verein ein Storchennest aufgebaut, das die ersten Adebare schon inspiziert haben. Der Erlös des Brunnenfestes fließt folglich in die Kasse des Vereins für neue Aufgaben. Dass das Fest fröhlich wird, dafür sorgten die Blasmusiker aus beiden Billingshausen gemeinsam. Am Sonntag fuhr dann der Bus zurück nach Franken - diesmal mit dem Radel-Enthusiasten Hüsam an Bord. Sonst wäre er wohl nass geworden.

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