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Mittelalterliche „Frost-Party“ in Lenglern

Schmieden und backen Mittelalterliche „Frost-Party“ in Lenglern

Lenglern feiert seinen 1050. Geburtstag. Deswegen organisieren Vereine des Ortes in diesem Jahr regelmäßig Veranstaltungen. Eine mittelalterliche „Frost-Party“ der Gemeinde St. Martini hat es am Sonnabend, 6. Februar, vor und in der Kirche gegeben.  

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Schieden bei der "Frostparty" in Lenglern.

Quelle: Hinzmann

Bovenden. Unterkühlt war die Stimmung bei der „Frost-Party“ ganz sicher nicht. Auch wenn das Wetter nicht das hergab, was der Veranstaltungsname versprach und sie bei der Feierlichkeit „ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde“ gekommen seien, habe sich der Aufwand gelohnt, meint Pastor Daniel Küchenmeister. Ein sehr gut gefüllter Kirchenvorplatz und viele Kinder im Gotteshaus gaben ihm Recht.  

Neben Lagerfeuer, Bratäpfeln, rund 30 mittelalterlich gekleideten Helfern, Stroh-Rundballen, Suppe und vor Ort gebackenem Brot gab es auch eine weitere Attraktion.  An der historischen Wanderschmiede von Kristian Marx und Iris Speck aus Hemeln konnten sich Kinder im Handwerk ausprobieren.

„Wir verstehen uns als Kursschmiede", sagt der Inhaber, „und haben es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, Kindern die Möglichkeit zu geben, dieses alte Handwerk kennenzulernen.“ Eigentlich wollte Marlon erst ein Wikingermesser schmieden.

Doch als Marx ihm einen Funkenschläger – in Kombination mit einem Feuerstein ein historisches Feuerzeug – präsentierte, entschied sich der Junge um. Unter Anleitung und gewappnet mit Schmiedeschürze und Schutzbrille machte sich Marlon an Esse und Amboss an die Arbeit. In der Kirche ging es filigraner zu: Kinder bastelten Zauberhüte, Schwerter und Schilde aus Pappe. Auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt: zunächst spielte der Posaunenchor Lenglern/Adelebsen, später der Minnesänger Holger Schäfer.  

Mittelalterliche „Frost-Party“ der Gemeinde St. Martini.

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„Für die Ehrenamtlichen Helfer bin ich dankbar“, sagt Renate Fricke. Dass der Kirchenvorstand als Team funktioniere und die Zusammenarbeit mit Küchenmeister „ausgesprochen gut klappt“, betont die Vorsitzende – anders würden solche Veranstaltungen nicht funktionieren, meint Fricke.

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