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Neue Rolle für IGS-Lehrer

Selbstbehauptungstraining Neue Rolle für IGS-Lehrer

Einen innovativen Weg, Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Selbstbehauptung zu vermitteln, geht seit kurzem die IGS Bovenden. Hier lassen sich zurzeit elf Lehrkräfte zu Selbstbehauptungstrainern ausbilden. Die Fortbildung soll ihnen helfen, das soziale Lernen der Schüler zu fördern.

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Amazonas-Überquerung in Bovenden: IGS-Lehrer schlüpfen in die Rolle einer Klasse, bewältigen die Aufgabe und reflektieren den Ablauf.

Quelle: Heller

Bovenden. Zumeist kommen externe Trainer in eine Schule und arbeiten direkt mit den Schülern  zusammen. Im Unterschied dazu lassen sich bei der im Oktober angelaufenen Weiterbildung an der IGS Bovenden elf Lehrkräfte und zwei Schulsozialarbeiter selbst zu Selbstbehauptungstrainern ausbilden, erklärt Schulleiterin Renate Heyn.

Die Weiterbildung dauert noch bis zu den Sommerferien und wird von Josef Riederle, Leiter des Bildungsinstituts Kraftprotz in Mielkendorf, geleitet. Unterstützt und mitfinanziert wird das Fortbildungsprojekt von der Jugendhilfe des Landkreises Göttingen. Ute Reichmann vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises hat sich am Freitag in die Reihen der Lehrkräfte begeben und einen der Trainingstage beobachtet.

Am Ende ist sie angetan von dem Modell. Gemeinsam mit Schulleiterin Heyn wird nun überlegt, wie sich das Modell dauerhaft etablieren und möglicherweise auch auf andere Schulen übertragen ließe. Zwar finanziere der Landkreis zurzeit das Selbstbehauptungstraining, so Reichmann, da es hier aber um die Ausbildung der Pädagogen geht, müsste eigentlich auch das Land mit ins Boot.

Schulleiterin Heyn meint sogar, dass das, was die IGS-Lehrer hier lernen, eigentlich auch Teil ihrer Ausbildung sein müsste. Vielfach träfen sie auf Schüler, die Bedarf am sogenannten sozialen Lernen haben. Die bisherigen Fortbildungsmodule haben die Pädagogen bereits überzeugt. „Das spricht sie auf einer ganz anderen Ebene an“, gibt Heyn deren Rückmeldungen wieder.

Die angehenden Selbstbehauptungstrainer seien dank der Weiterbildung in der Lage, Kindern zum Beispiel Handlungsperspektiven zu geben. Riederle erklärt, dass die Lehrer beispielsweise erfahren, wie sie „mit Störungen“ umgehen können. „Die Lehrkraft soll ein Beziehungsarbeiter sein“, sagt Riederle.

Wie das in der Praxis aussehen könnte, demonstrieren Riederle und die Teilnehmer der Fortbildung anhand eines Rollenspiels. Eine Lehrerin mimt den Selbstbehauptungstrainer, die anderen schlüpfen in die Rolle einer Schulklasse. Nach der Amazonas-Überquerung in der Gruppe folgt das gegenseitige Feedback. Handeln, reflektieren und schließlich darüber nachdenken, fasst Riederle zusammen, wie die IGS-Lehrer als Selbstbehauptungstrainer den Kindern soziales Lernen nahebringen können.

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