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Nicht die Kupplung verkanten

Kreisleistungswettbewerb der Freiwilligen Feuerwehren Nicht die Kupplung verkanten

Ein Ort im Feuerwehrzustand: In Lenglern fand der Kreisleistungswettbewerb der freiwilligen Feuerwehren statt. 30 Teams kämpften darum, zu den Bezirksmeisterschaften in Gifhorn zu fahren. In den beiden Wertungskategorien landeten die Wehren aus Brochthausen und Gelliehausen auf den ersten Plätzen.

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Beim Wettbewerb rangen die Feuerwehrleute vor allem mit der Stoppuhr

Quelle: Heller

Lenglern. Noch eine Teambesprechung der Gruppe aus Niedernjesa, konzentrierte Gesichter bei der Aufstellung, dann geht’s los, die Stoppuhr läuft. Das Szenario der Wettbewerbsübung für die neunköpfigen Löschtrupps: Feuer im Dachgeschoss, Gefahr der Ausbreitung. Es muss ein Saugschlauch verkuppelt und in ein „Gewässer“ gelegt werden, es folgt ein sogenanntes B-Rohr bis zu einem Verteiler, von dem aus drei Strahlrohre an den „Brandherd“ gebracht werden müssen, eines davon auf ein Baugerüst. Drei Signalposten müssen umgespritzt werden.

Dann folgt der Abbau – das alles auf Zeit und unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Für Fehler gibt es Punktabzug. Ein Knackpunkt ist etwa das Verkanten der Kupplung von Schläuchen oder das schludrige Aufrollen der benutzten Schläuche. „Gute Trupps schaffen die Übung in unter acht Minuten“, sagt Lenglerns Ortsbrandmeister Stefan Fricke. „Danach sind die Kameraden echt fertig.“ Rund zehn Kilo wiegt die Übungsausrüstung, im Einsatz hingegen seien es um die 25, so Fricke. „Die Feuerwehr macht fit“, meint Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen dazu.

Wer im Löschtrupp welche Aufgaben zu übernehmen hat, wird ausgelost. Jeder muss im Grunde alles können. Für den Angriffstrupp, der die Spritzen hält, gibt es später zusätzlich noch die Aufgabe, einen von sechs Knoten zu knüpfen. Melder, Maschinist und Gruppenführer hingegen müssen noch eine kleine schriftliche Prüfung absolvieren sowie ihr Können im Umgang mit Karte und Kompass beweisen.

Mit Unterstützung vom Pastor

Der Frauenanteil ist gering, doch eine klassische Männerdomäne, in der es Frauen und Mädchen schwer haben, sei es nicht mehr, meint Isabell Bröhm. Die stellvertretende Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Lenglern ist seit der Kinderfeuerwehr dabei, weil es „einfach Spaß“ macht.

Unterstützung bei der Ausrichtung des Wettbewerbs gab es reichlich aus dem Ort, Pastor Daniel Küchenmeister, der auch als Feuerwehr- und Polizeiseelsorger tätig ist, half etwa an der Getränketheke aus.

Im nächsten Jahr wird der Wettbewerb erstmalig gemeinsam mit den Feuerwehren aus dem Landkreis Osterode durchgeführt werden.

Die Ergebnisse

Sieger der Wertungsgruppe „fest eingebaute Pumpe“: 1. Platz Brochthausen, 2. Bovenden, 3. Niedernjesa II, 4. Seulingen II, 5. Mingerode, 6. Obernjesa und 7. Platz Ebergötzen. Sieger der Wertungsgruppe „tragbare Pumpe“: 1. Platz Gelliehausen, 2. Sattenhausen, 3. Beienrode,  4. Adelebsen, 5. Rollshausen, 6. Obernfeld I und 7. Platz Emmenhausen. Die Sieger werden zum Bezirkswettbewerb Mitte September nach Gifhorn fahren.

Am Rande des Wettbewerbs gab es mehrere Beförderungen durch Landrat Bernhard Reuter (SPD): Bereitschaftsführer Sven Möller zum Brandmeister, Abschnittsleiter Achim Spangenberg zum Abschnittsbrandmeister, Zugführer Wolfgang Schwedhelm und Frank Moneke zu Hauptlöschmeistern, Zugführer Mike Zippert zum Oberbrandmeister und Gruppenführer Andy Rausch zum Brandmeister.

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