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Phantom-Stromtrasse verkleinert Vorranggebiete

Windräder in Bovenden Phantom-Stromtrasse verkleinert Vorranggebiete

Der Flecken Bovenden muss bei seiner Planung der Vorranggebiete für Windräder den Verlauf einer Stromtrasse berücksichtigen, die voraussichtlich an anderer Stelle entsteht. Kommentar von Planer Dirk Puche: „Die Verfahren sind unberechenbar bis zum Schluss.“

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Bovenden. Der Stromnetzbetreiber Tennet, der die 380-KV-Höchstspannungsleitung zwischen Wahle und Mecklar errichten will, führt derzeit ein Planfeststellungsverfahren für die sogenannte Westtrasse durch. Der Flecken muss aber trotzdem den 600 Meter breiten Korridor für die von Tennet verworfene Osttrasse berücksichtigen. Dadurch verkleinern sich die beiden Vorranggebiete im Norden und Süden Bovendens. Der Grund für dieses Vorgehen: Die Osttrasse hat bereits Eingang in die Landesplanung gefunden.

 

Wenn die Westtrasse genehmigt sei, so Puche im Bauausschuss, könne der Flecken die nun gesperrten Flächen „durch einen einfachen Verwaltungsakt“ für Windenergienutzung freigeben. Solange müssten sich Investoren allerdings gedulden.

Die Südfläche, die zwischen Holtensen, Lenglern und Bovenden liegt, verkleinert sich zudem wegen des geplanten Güterverkehrszentrums auf 94 Hektar. Das hat einen potenziellen Investor verärgert. Die Politik habe das Projekt erst einmal auf Eis gelegt, argumentiert dieser. Puche lässt das nicht gelten. Wenn das Zentrum später doch gebaut werde, müssten die Abstände zu Windrädern gegeben sein.

 

Das 109 Hektar große, nördliche Voranggebiet befindet sich zwischen Harste, Gladebeck und Parensen. Das zwischen Billingshausen, Sudershausen und Spanbeck gelegene, 31 Hektar große östliche Vorranggebiet fällt weg. Es gibt dort Rotmilane. Nach der Zustimmung des Bauausschusses befasst sich nun der Gemeinderat am Freitag, 3. Juni, mit der Planung.

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