Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Vergleich über Schimmelhaus

Bovenden Vergleich über Schimmelhaus

Die Bovender Familie, die wegen Schimmelbefalls ihrer Mietwohnung die Miete gemindert und sich deshalb eine Räumungsklage eingefangen hatte, kann noch bis Ende Mai in der Wohnung im Kiefernweg bleiben. Beim Gerichtstermin am Montag ließ sich das Paar auf einen Vergleich ein.

Voriger Artikel
Zwei Verletzte bei Unfall in Bovender Tunnel
Nächster Artikel
Gute Noten für Bovender IGS
Quelle: Pförtner/Archiv

Göttingen/Bovenden. Der sieht vor, dass Tobias Bergmann und Manuela Winter samt der sechs Kinder im Alter von drei bis elf Jahren nur für einen Teil der mittlerweile aufgelaufenen gut 10700 Euro Mietausfallkosten geradestehen muss. Die beiden Parteien einigten sich auf eine Summe von 7500 Euro.

Jetzt ist das Paar auf die Kooperation des Job-Centers des Landkreises Göttingen angewiesen. Das hatte die Mietzahlungen an Bergmann und Winter eingestellt, nachdem der Vermieter ihnen wegen der Mietkürzungen die fristlose Kündigung ausgesprochen hatte. Das Prinzip der Behörde: kein Mietverhältnis, kein Geld.

Nachdem die fristlose Kündigung jetzt vom Tisch ist, müsste das Job-Center die Zahlungen eigentlich wieder aufnehmen. Jens Grundei, Anwalt des Paars, hofft nun, dass die Behörde in angemessener Zeit reagiert und die Zahlungen wieder aufnimmt.

Wenn nicht, haben Bergmann und Winter ein Problem. Wenn das Job-Center nicht zahlt und folglich Vermieter Thomas Höhne keine Miete bekommt, muss das Paar die Wohnung bereits Ende März räumen. Dieses Risiko gingen Bergmann und Winter ein, damit der Vergleich überhaupt zustande kam. Sie wollten „sowieso raus aus der Wohnung“, meinten die beiden. Jetzt müssen sie außerdem darauf hoffen, dass sie schnell eine ausreichend große Wohnung für ihre achtköpfige Familie finden - und das zu einem bezahlbaren Preis.

Überhaupt keine Rolle im Gerichtsverfahren spielte der Schimmelbefall. Die Behauptung von Vermieter Höhne, die Wohnung sei bei Einzug vor knapp vier Jahren mängelfrei gewesen, wiesen die beiden Mieter zurück. Für eine Klärung darüber wären weitere Gerichtstermine und ein Gutachten notwendig gewesen - mindestens. Auch das hätte den jetzt gefundenen Vergleich unmöglich gemacht. hein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016