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Lennard will "noch mal!" - die Taufe

Taufe am offenen Bach Rotte Lennard will "noch mal!" - die Taufe

"Noch mal, noch mal!", bettelt Lennard. Der kleine Junge hat gerade das Sakrament der Taufe empfangen. Das kühle Wasser auf dem Kopf hat ihm gefallen. Zusammen mit sechs weiteren Täuflingen ist er am Sonntag am Bach Rotte unter freiem Himmel von Pastor Daniel Küchenmeister getauft worden.

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Gottesdienst am Bach Rotte in Lenglern mit sieben Taufen

Quelle: CH

Lenglern. Den Gefallen kann ihm Küchenmeister nicht tun. Die Taufe - das ist etwas Einmaliges. Seit sechs Jahren gibt es sie in der Kirchengemeinde St. Martini auch direkt im kühlen klaren Wasser des Baches. Diesmal haben sieben der knapp 30 jährlichen Täuflinge den Taufgottesdienst auf der Wiese am Bach genutzt. Organist Eberhard Bauschke und Saxophonist Michael Schmidt spielten dazu angejazzte Kirchenmusik. Der Gesang und die lockere Athmosphäre machten den Gottesdienst auch für die, die nicht allsonntäglich in die Kirche gehen, zu einem Erlebnis. "Niederschwellig", sagt der Pastor dazu - so, wie Kirche heute sein möchte.

Die Eltern, die diese Form der Taufe wählten, sind in Gesprächen vorbereitet worden, haben die Taufsprüche für ihren Nachwuchs ausgewählt und wünschen jetzt untereinander allen Täuflingen viel Gutes. Das schreiben sie auf Zettel in Form eines Blattes und kleben diese an den Baum, der auf die große Taufurkunde für jeden Täufling gemalt ist.

Gut vorbereitet ist auch Nicks Patentante. Manuela Sinske-Fricke steigt in Gummistiefeln in die Rotte, wo sich das Wasser durch die Brunnenkresse schlängelt. Darin steht schon der Pastor, gelbe Gummistiefel unter dem Talar. Taufkind für Taufkind erhält den kühlenden Segen bei strahlendem Sonnenschein. Danach geht es zum Feiern. Nicks Familie, die Apels, haben gleich nebenan den Garten feierlich ausgeschmückt, Zelte aufgestellt und Schleifen an die Brücke über die Rotte gehängt. Die anderen Familien feiern zu Hause - oder vielleicht auf Küchenmeisters Einladung zusammen mit den Migranten in der Wohnanlage Brandenburger Straße. Die dort lebenden Asylbewerber haben dazu eingeladen, die Frauengruppe der Kirchengemeinde hilft ihnen. Denn in Lenglern hält man zusammen, sagt Küchenmeiser.

Das zeigt auch Manuela Förster vom Ortsrat. Anlässlich der 1050-Jahr-Feier des Dorfes gibt es Taufgeschenke für alle. Für das erstgeborene Kind des Jahres, die kleine Samantha, sogar ein von André Henkel gebautes Lauflernrad in den Farben Lenglerns. Und jede Menge Fürbitten bekommen die Kinder auch noch mit auf den Weg: Vor allem um Liebe, Schutz und Selbstvertrauen betet die Gemeinschaft der Lenglerner Christen für sie.

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Von Redakteur Jürgen Gückel

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