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„Hart“ und „Weich“ fliegt raus

Streit um Bürgerbefragung in Bovenden „Hart“ und „Weich“ fliegt raus

Bei der Befragung der Bovender Bürger, ob sie lieber weiches Wasser aus Göttingen beziehen oder wie bisher eigenes hartes Wasser, sollen die Begriffe „hart“ und „weich“ herausgehalten werden. Dafür hat sich mehrheitlich der Gemeinderat ausgesprochen.

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Quelle: dpa

Bovenden. Die Mehrheit aus CDU, Freien Wählern und Grünen erklärten, eine Aufnahme der beiden Begriffe könne tendenziell wirken, weil „weiches“ Wasser positiv besetzt sei, „hartes“ hingegen negativ. Für die CDU erklärte Harm Adam, er bevorzuge zwar das Göttinger Wasser, die Befragung solle aber „von jeder Art der Parteilichkeit absehen“. Außerdem gehe es um viel mehr als nur um die Entscheidung für „weich“ oder „hart“, meinte Jörg Hoffmann (CDU). "Alle Fakten" müssten auf den Tisch, sonst  würden die Bürger "ganz klar konditioniert".

Für die Freie Wählergemeinschaft gab Hans Schäfer zu bedenken, die Bürger müssten nicht nur über "hart" oder "weich", sondern beispielsweise auch über die Frage entscheiden, ob sie die Kontrolle über die eigene Wasserversorgung aufgäben und einem auswärtigen Unternehmen übertragen wollten. Außerdem seien "unsere ureigensten Wasserrechte gefährdet". Die sollte Bovenden nicht aufgeben.

Die Entscheidung der Mehrheitsgruppe widersprach dem Votum des Bau- und Umweltausschusses, der sich durchweg für die Aufnahme der beiden Bezeichnungen ausgesprochen hatte. Im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss vor der Sitzung des Gemeinderats hingegen hatten sich die Meinungen getrennt.

Im Gemeinderat blieb die SPD bei der Meinung im Bauausschuss. Man dürfe „die Bürger nicht hinters Licht führen“, erklärte Thorsten Heinze. Bei den Auseinandersetzungen über die Herkunft des Bovender Wassers sei es immer einzig und allein um die Wasserhärte gegangen.

Und auch Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes appellierte an die Mehrheit im Rat, die beiden Begriffe aufzunehmen. Ohne Erfolg: Die Mehrheitsgruppe setzte sich mit ihrem Streichungswunsch durch.

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