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„Unnötig wie ein Kropf“

B-3-Baustelle „Unnötig wie ein Kropf“

Die Göttinger CDU-Ratsfraktion hat die Baustellen- und Umleitungssituation an der Bundesstraße 3 zwischen Göttingen und Bovenden angeprangert. Allerdings ist die jetzt von der CDU formulierte Kritik nicht neu und deren Lösungsvorschlag nicht machbar. Die Behörde erklärt warum.

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Quelle: Arne Bänsch

Göttingen/Bovenden. Als „unnötig wie ein Kropf“ bezeichnet die Göttinger CDU-Ratsfraktion in ihrer aktuellen Pressemitteilung „den täglichen kilometerlangen Stau von Bovenden über die alte B 3 nach Weende. Die einseitige Vollsperrung der neuen B 3 könne nach Auffassung von Hans Otto Arnold (CDU), stellvertretender Ortsbürgermeister in Weende und Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses der Stadt, „auf einfache Weise vermieden werden. Dazu müsste nur die stadtauswärts führende Doppelfahrbahn in beiden Richtungen jeweils einspurig genutzt werden“. Das sei machbar, glaubt Arnold, wenn „am nördlichen Ende vor der Deckelung in Bovenden und am südlichen Rinschenrott in Weende“ der Verkehr nur anders eingefädelt würde.

Zu wenig Abstimmung

Schon einen Tag nach Beginn der Baumaßnahme, am 23. Mai, habe er sich an die Straßenbaubehörde gewandt, sagt Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). Dabei habe er bereits einen Zwei-Richtungsverkehr, die Abschaltung der Pförtnerampel in Weende und eine Verschiebung der zeitgleichen Bauarbeiten auf der B 446 bei Ebergötzen gefordert und auch die aus seiner Sicht nicht ausreichende Abstimmung der Bauarbeiten an B 446 und B 3 bemängelt.

Arnold greift indes „die Herrschaften der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim“ harsch an und nennt sie sarkastisch „Verwaltungskoryphäen“. Er spricht unter anderem von „volkswirtschaftlichen Kosten“ durch die Sperrung der B 3 bis 7. Juli.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim kann, so Mitarbeiter Holger Schlumbohm auf Tageblatt-Nachfrage, die Kritik bezüglich des Staus an der alten B 3 stadteinwärts „nicht nachvollziehen“ und verweist auf die offizielle Umleitungsstrecke. Es habe außerdem im Vorfeld hinsichtlich der Verkehrsführung mehrere Gesprächstermine „mit der Verkehrsbehörde des Landkreises Göttingen, der Polizei, den betroffenen Gemeinden und dem ÖPNV“ gegeben. Dabei seien auch die einzelnen Bauabschnitte und die möglichen Umleitungsstrecken besprochen worden.

Sanierungsbedarf auf der B3

Schlumbohm erläutert, warum ein beidseitiger Richtungsverkehr auf der Nordfahrspur nicht möglich sei. Ein Grund seien „arbeitssicherheitsrelevante Punkte“ und „Vorgaben hinsichtlich der Verkehrsführung im Bereich von Baustellen“. Schließlich unterstreicht er den Sanierungsbedarf auf der B 3, auch wenn „Fahrbahnschäden nicht offenkundig wahrzunehmen sind“. Weil bereits mehrfach punktuelle Arbeiten erfolgt seien, habe man sich entschlossen, „diese Maßnahme jetzt zusammen mit der vorgesehenen Fahrbahnaufhellung im Tunnelbereich in einem Auftrag durchzuführen“.

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