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Verwirrung um Abfallentsorgung

Erlebnisse eines Bovender Hausbesitzers bei der geplanten Entsorgung von Dachpappe Verwirrung um Abfallentsorgung

Das Dach der Gartenlaube von Udo D. aus einem Bovender Ortsteil muss neu abgedichtet werden. D. versucht herauszufinden, wie er den alten Dachbelag am besten loswird und was ihn das kostet. Seine Recherche beim Landkreis Göttingen hat aber mehr Verwirrung denn Aufklärung ergeben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Bovenden. Vor Jahren habe er seine Gartenlaube mit Dachpappe aus dem Baumarkt gedeckt. Rentner D., der seinen Namen nicht nennen mag, vermutet, dass es sich um teerhaltiges Material handelt. Auch Auskünfte des Handwerkers, den er für das neue Abdecken des Laubendaches beauftragen will, habe ihm gesagt, dass die alte Dachpappe „Sondermüll“ sei.

„Wohin also mit den in Zehn-Meter-Rollen gekauften Bahnen?“, fragt sich der Bovender. Er wandte sich an den Landkreis Göttingen und rief bei der im Abfall-Flyer genannten Telefonnummer an. Die Dame am Telefon, schildert D., habe erst Rücksprache halten müssen und ihm dann die Auskunft gegeben, dass er teerhaltiges Material bis 200 Kilogramm an der Deponie Deiderode anliefern könne. Das koste zehn Euro, sei ihm gesagt worden.

Mit dieser Auskunft habe er sich an seinen Handwerker gewandt, denn der habe ihm ja für die Entsorgung ganz andere Kosten genannt. Verunsichert rief D. erneut beim Landkreis an – und habe gesagt bekommen, dass er nicht einfach zur Kippe fahren könne, sondern einen Laufzettel benötige. Die Entsorgung koste 25 Euro. Dazu erhielt er den Hinweis, dass er Dachpappe auch kostenlos über den Sperrmüll auf Abruf abholen lassen könne.

Entscheidend sei die Frage, ob es sich um Teerpappe oder Bitumenpappe handelt, die D. entsorgen möchte, teilt Landkreissprecher Ulrich Lottmann auf Tageblatt-Anfrage mit. Privatkunden könnten kleine Mengen von Bitumenpappe kostenlos über den Sperrmüll entsorgen. „Das ist bei Teerpappe nicht möglich, sie gilt als gefährlicher Abfall.“ Privatkunden könnten Teerpappe auf der Entsorgungsanlage Deiderode anliefern.

Die Gebühr liege bei Mengen bis 200 Kilogramm bei 25 Euro, so Lottmann. Zu den unterschiedlichen Aussagen, die D. erhalten habe, könnten unvollständige oder missverständliche Angaben D.s beigetragen haben. „Falsch war in der Tat die Auskunft über einer Gebühr in Höhe von zehn Euro. Diese Angabe beruht auf einer bislang nicht aktualisierten Unterlage bei dem Auskunftgeber“, so Lottmann. Dieses Versäumnis sei inzwischen behoben und die Unterlage aktualisiert worden.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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