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Weicheres Trinkwasser für Bovenden

Bauausschuss Weicheres Trinkwasser für Bovenden

Über zu hartes Wasser klagen die Bovender seit Jahren. Nun haben die Gemeindewerke dem Bau- und Umweltausschuss zwei Lösungsvorschläge unterbreitet: den Bezug des Trinkwassers von den Stadtwerken Göttingen oder den Aufbau einer eigenen Nanofiltration.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Bovenden. Schnell und ohne große Investitionen könnte Bovenden künftig seinen Bedarf von 700000 Kubikmeter Wasser jährlich in Göttingen decken, so Frank Berlin, der Geschäftsführer der Gemeindewerke. Die Verbindungsleitung liegt bereits. Das Wasser hätte dann statt bisher 20 nur noch sechs Grad deutscher Härte. Eine Rückkehr zum Status quo wäre jederzeit möglich. Der Nachteil: Bovenden ist dann von Göttingen abhängig.

Alternativ könnte der Flecken das Wasser, das er aus drei Tiefbrunnen und einer gefassten Quelle gewinnt, nanofiltrieren. So ließe sich ein Wert von zwölf Grad deutscher Härte realisieren. Dieser Weg birgt jedoch finanzielle Risiken, warnt Berlin. Das Landeskartellamt könnte die notwendige Preiserhöhung rückgängig machen. Mit jedem Cent, den die Gemeindewerke dann pro Kubikmeter weniger erhalten, würde sich das Ergebnis des Unternehmens um 5000 Euro verschlechtern.

Einen Lösungsweg zeigt die Behörde auf. Sie rät dem Flecken, einen entsprechenden Ratsbeschluss zu fassen und die Bürger zu befragen. Andere physikalische Verfahren wie die Schnellentcarbonisierung oder der Ionenaustausch sind teurer als die Nanofiltrierung.

Berlin zufolge wird der Preisanstieg bei den zur Diskussion stehenden Varianten etwa gleich sein. Für einen Vier-Personen-Haushalt rechnet er mit jährlichen Mehrkosten von 50 Euro. Die Verbraucher müssten im Gegenzug Haushaltsgeräte seltener entkalken und kämen mit weniger Reinigungsmitteln aus. Die Gemeindewerke versorgen über ein 124 Kilometer langes Leitungsnetz sämtliche Ortsteile mit Wasser.

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