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Mainzelmännchen und Milchkännchen

Dorfflohmarkt in Lenglern Mainzelmännchen und Milchkännchen

Die Schlange geparkter Autos reicht am Sonntagmorgen fast vom Ortseingang bis an die Landesstraße 554. Überall drängeln sich Fahrzeuge durch die Dorfgassen, hunderte Fußgänger schlendern durch den Ort. Der Dorffohmarkt hat die Besucher schon weit vor der Eröffnung um 10 Uhr nach Lenglern gelockt.

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Beim 1. Dorfflohmarkt in Bovenden unterwegs: Markus Voncken.

Quelle: PH

Lenglern. „Wir haben die ersten Dinge schon um 8 Uhr verkauft“, sagt Ingo von Roden. Auf seinem Hof und in seiner Garage im Altdorf verkauft Familie von Roden alles, was nicht mehr gebraucht wird. Egal ob pinkfarbene Barbie-Accessoires oder eine noch original verpackte Volksgasmaske aus dem Zweiten Weltkrieg. Dachbodensachen, auch aus dem Nachlass einer Tante. „Als wir heute Morgen aufgebaut haben, standen schon die ersten Käufer vor der Tür“, sagt von Roden. Mainzelmännchen-Figuren aus seinem Sortiment sind mittlerweile gesuchte Sammlerstücke – sie wechseln zuerst des Besitzer. Die alten Öfen, die auf dem Hof ausgestellt sind, stoßen später auch auf Interesse. Thomas Bielefeld inspiziert sie. „Für meinen Bauwagen“, sagt der Groß Schneener.

Termin

Dorfflohmärkte erfreuen sich im Landkreis Göttingen steigender Beliebtheit. Nach Lenglern ist als nächstes nun Groß Schneen an der Reihe. Dort ist am Sonntag, 5. Juni, ein Flohmarkt in den Straßen des Ortes geplant. Der Flohmarkt läuft von 10 bis 17 Uhr, angekündigt sind mehr als 50 Ständen. Eine Liste der Stände, Waren und Adressen gibt es hier (PDF auf friedland.de).

Viele der ersten Besucher, die schon weit vor Beginn des Flohmarktes die etwa 100 Stände vor 70 Häusern durchsuchen, sind Händler. Sie hoffen, in den privaten Kellerschätzen Raritäten zum Weiterverkaufen zu finden. Ein Göttinger Antiquitätenhändler beispielsweise. Er tritt am Vormittag kurz nach dem eigentlichen Beginn des Flohmarktes bereits den Rückzug an. „Mir wird es jetzt zu voll“, sagt er.

Im Pfarrhausgarten herrscht munterer Betrieb. Die Waren, die Gemeindemitglieder gestiftet haben, werden für einen guten Zweck verkauft. „Wir wollen das Dach des Pfarrhauses renovieren, dafür soll das Geld verwendet werden“, sagt Pastor Daniel Küchenmeister.

Jede Menge Betrieb herrscht auch in der Scheune von Markus Voncken. Er ist selbst begeisterter Flohmarktgänger. „Heute wir ausgemustert“, sagt er. Historische Ausgaben des „Stern“, Blechdosen und Papp-Werbeaufsteller für Knorr-Suppen zählen zu seinem Angebot. Weil es bei Voncken Antikes und Seltenes zu entdecken gibt, ist dort auch das Ehepaar Kümmel fündig geworden. „Wir mögen Antikes“, sagt Ilse Kümmel. „Und alles was glänzt“, fügt Klaus Kümmel hinzu. Ihr Fund: ein kleines Milchkännchen. „Aus Silber, es ist gestempelt“, erklärt der ehemalige Berufsfeuerwehrmann.

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