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Bioenergieanlagen sollen erweitert werden

Strom soll künftig nicht mehr permanent produziert werden Bioenergieanlagen sollen erweitert werden

Mit der Erweiterung der Bioenergieanlagen in Barlissen und Jühnde hat sich der Gemeinderat während seiner Sitzung am Montagabend in der Jühnder Friedrich-Spielmann-Halle befasst. An beiden Standorten soll Strom künftig nicht mehr permanent, sondern bedarfsgerecht produziert werden.

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In Jühnde und Barlissen soll Strom künftig nicht mehr permanent, sondern bedarfsgerecht produziert werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Jühnde. „Ein Nachteil von Windrädern oder Photovoltaikanlagen besteht darin, dass die dort gewonnene Energie oft dann anfällt, wenn sie nicht in diesen Mengen gebraucht wird“, erläuterte Eckhard Fangmeier. Er ist Vorstandssprecher der Genossenschaft, die die Jühnder Bioenergieanlage betreibt. Sie läuft bisher rund um die Uhr, weil das für den Motor des Blockheizkraftwerks am besten ist. Weil es aber für die bedarfsgerechte Stromproduktion mehr Geld gibt, soll sich das nun ändern.

Um künftig schnell große Mengen Strom erzeugen zu können, plant die Genossenschaft in Jühnde ein weiteres Blockheizkraftwerk. Außerdem benötigt sie mehr Lagerfläche. Zum Vorentwurf der entsprechenden Erweiterungsplanung gingen zwischenzeitlich Stellungnahmen von drei Privatpersonen und sechs Trägern öffentlicher Belange ein.

So befürchtet ein Anwohner, dass die Anlage zu dicht an sein Wohnhaus heranrückt. „Nach einem Gutachten, das uns vorliegt, wird auch in Zukunft ausreichend Abstand gewahrt“, sagte dazu Gemeindebürgermeister Dietmar Bode (SPD). Zudem besteht Sorge, dass die Anlage von einer Havarie betroffen sein könnte. Ein Gärbehälter könnte undicht werden und auslaufen. In diesem Punkt will die Genossenschaft aus eigener Initiative vorbeugen, kündigte Fangmeier an. Der Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt. Dann können Betroffene weitere Stellungnahmen abgeben.

„In Barlissen sind die Planungen noch nicht so weit gediehen“, sagte Bode. Um aber keine Zeit zu verlieren, hat der Gemeinderat nun schon einmal den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. „Bisher existiert nur der Flächennutzungsplan und eine Genehmigung für die Anlage“, erklärte der Bürgermeister. Ein Planungsbüro arbeitet jetzt den Vorentwurf aus. Er soll noch im ersten Halbjahr 2016 auslegt und danach beschlossen werden.

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