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Bioenergiedörfer verlangen mehr Unterstützung

Neue Projekte Bioenergiedörfer verlangen mehr Unterstützung

Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern in Deutschland und weitere Initiativen fordern mehr Unterstützung für bestehende und neue Projekte zur Bioenergie.

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Die Betreiber von mehr als 20 Bioenergiedörfern in Deutschland und weitere Initiativen fordern mehr Unterstützung für bestehende und neue Projekte zur Bioenergie.

Quelle: Hinzmann

Jühnde. In einer am Mittwoch von der Uni Göttingen bekanntgemachten "Jühnder Erklärung" verlangen sie unter anderem eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), finanzielle und personelle Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen durch Länder und Kommunen sowie ein flächendeckendes Programm zur effizienteren Nutzung bestehender Biogasanlagen.

Eine Überarbeitung des Bundesgesetzes müsse zu einer höheren Förderung neuer Biogasanlagen mit sinnvollen Wärmekonzepten und nachhaltiger Erzeugung von Biomasse sowie längeren Förderzeiträumen führen, erklärten die Unterzeichner. Kommunen und Landkreise sollten ehrenamtliche Initiativen fachlich beraten, finanziell unterstützen und Bürgschaften für Kredite übernehmen. Gleichzeitig müssten die Rahmenbedingungen zur regionalen Vermarktung von Strom verbessert werden.

"Wir verstehen die Erklärung als einen Appell an Politiker, die Bedingungen für Bioenergiedörfer zu verbessern", sagte der Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen, Hans Ruppert. Biogasanlagen müssten auch künftig eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen, insbesondere zur bedarfsorientierten Lieferung von Strom bei Sonne- und Windflauten. Das gelte vor allem während des Winters, wenn auch noch der Aspekt der Wärmenutzung hinzukomme. Das Zentrum gehört zu den Initiatoren der Erklärung.

Der Text stammt der Jühnder Erklärung stammt von den Teilnehmern einer Tagung zum zehnjährigen Bestehen des Bioenergiedorfes Jühnde im Landkreis Göttingen. Der 1.000-Einwohner-Ort deckt einen großen Teil seines Strom- und Wärmebedarfs selbst und nutzt dabei überwiegend regional bereitgestellte Biomasse. Er war damit Wegbereiter für mehr als 150 weitere Bioenergiedörfer in ganz Deutschland.

epd

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