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Bührener Dorfmoderatoren stellen sich vor

Demografie-Projekt Bührener Dorfmoderatoren stellen sich vor

„Wir wollen Bühren für die Zukunft rüsten“ lautet das Ziel der vier Bührener Dorfmoderatoren. Gemeinsam mit der Demografiebeauftragten des Landkreises, Regina Meyer, haben sie sich ihrem Dorf vorgestellt.

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Regina Meyer, Demografiebeauftragte im Landkreis Göttingen.

Quelle: Harald Wenzel

Bühren. „Dorfmoderation Südniedersachsen“ heißt ein ein Pilotprojekt, an dem 15 Dörfer aus fünf Landkreisen teilnehmen. Ziel einer mehrtägigen Ausbildung ist es, Ehrenamtliche für die Belange eines Dorfes zu sensibilisieren und ihnen Instrumente an die Hand zu geben, um tragfähige Projekte, die der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Struktur dienen, umzusetzen.

Pascal Rinke, Anke Herzmann, Anna Lena Surup und Ulla Swidersky werden sich dieser Aufgabe zukünftig in Bühren stellen. Man wolle sich von anderen Dörfern abheben, erklärte Surup. Man müsse laut sein und sich stark positionieren. Dafür sei es wichtig, eine Aktivengruppe zu bilden, die sich trifft, um zeitnah Probleme im Ort zu erkennen und Ideen umzusetzen.

Für den Begriff „Dorfmoderator“ habe man sich nach Angaben der Demografiebeauftragten Regina Meyer entschieden, weil die Aufgaben auch immer die Fähigkeit des moderaten Ausbalancierens voraussetzten. „Aber vor allem brauchen wir dauerhafte Ideenschmieden, Versammlungen und Gruppen, die gute Einfälle zusammentragen.“ Nach ihren Aussagen werden diese „aus Bühren selbst erwachsen“, denn nur die Anwohner wüssten, wo ihre Potenziale liegen.

Das erste Projekt der neuen Initiative stellte Herzmann vor. Vor allem junge Dorfbewohner hätten den Wunsch geäußert, Bührener Plattdeutsch zu erlernen. Daraufhin habe man, „die Köpfe zusammengesteckt“ und vier Platt sprechende Bührener gewinnen können, die in Kürze jeden Montag ihr Wissen weitergeben. Dabei wolle man keine klassische Schulstunde abhalten sondern Alltagssituationen wie das Brötchen holen beim Bäcker simulieren.

Die Moderatoren sollen nicht nur innerörtliche Projekte ins Rollen bringen. Vielmehr seien sie Netzwerker, die auch als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Meyer wird der Landkreis künftig professionelle Kräfte vorhalten, die sich mit den besonderen Aufgaben einer Region, die mehr als andere dem demografischen Wandel entgegen wirken muss, befassen. Die Dorfmoderatoren fungieren dann als wichtige Bindeglieder zwischen Landkreis und Dorf.

Von Susanne Wesche

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