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„Euch wollen wir hier nicht“

Demonstration gegen "Freundeskreis" in Dransfeld „Euch wollen wir hier nicht“

Beim Versuch am Freitag in Dransfeld zu demonstrieren, ist der sogenannte "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" auf ein Zehnfaches an Gegendemonstranten getroffen. "Euch wollen wir hier nicht", kommentierte Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers (SPD) die Kundgebung der Rechten.

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Jürgen Trittin hält eine Rede vor den rund 350 Teilnehmern der Gegendemonstration.

Quelle: Pförtner

Dransfeld. "Dransfeld war bunt, ist bunt und bleibt bunt", sagte Eilers vor rund 350 Gegendemonstranten auf dem Kirchplatz. Besonders freute ihn, dass außer den Dransfelder auch zahlreiche Bürgermeister aus umliegenden Gemeinden gekommen seien, um ihre Solidarität zu zeigen.

Schon vorab hatte Pfarrer Christoph Wiesenfeldt bei einer kurzen Andacht in der überfüllten Kirche das sogenannte Versöhnungsgebet von Coventry gesprochen, das an die Versöhnung nach dem zweiten Weltkrieg erinnert.

Darauf bezog sich auch der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne): "Wer die Bombardierung von Coventry und Dresden ernst nimmt, muss für ein Europa ohne Grenzen und Schießbefehle sein" - was für den Freundeskreis sicher nicht gelte. Das Duderstädter Bündnis gegen Rechts verwies außerdem darauf, dass es sich beim Freundeskreis um "seit Jahren aktive" Kader rechter Kameradschaften aus der Region handele, wie Bündnis-Sprecher Viktor Wesselak sagte.

Abseits der Gegenkundgebung hatten sich rund 50 weitere Gegendemonstranten nahe der Kundgebung des "Freundeskreises" versammelt.

Bei einem Zusammenstoß beider Gruppen wurde nach Polizeiangaben ein polizeibekannter rechter Aktivist verletzt, die Personalien des Angreifers hat die Polizei feststellen können. hö

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