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Basaltblöcke erinnern an Abbau des Vulkangesteins

Stadt und Bund haben 600 000 Euro investiert Basaltblöcke erinnern an Abbau des Vulkangesteins

Der Dransfelder Kreisel am Ortsausgang Richtung Göttingen ist fertig. Am Donnerstag, 27. Oktober, will ihn die Stadt offiziell eröffnen. „Wir sind im Zeitplan geblieben“, sagt Bürgermeister Rolf Tobien (SPD). Die Abrechnung für die rund 600 000 Euro teure Baumaßnahme sei dagegen noch nicht abgeschlossen.

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Der neue Kreisverkehr am östlichen Ortseingang von Dransfeld ist fertig. Baubeginn war im April.

Quelle: MAH

Dransfeld. Ein begrünter Mittelstreifen ist am Ortseingang entstanden, der die Fahrbahn schmaler macht. „Dann gehen die Autofahrer automatisch mit der Geschwindigkeit herunter“, erklärt der Bürgermeister. Bepflanzt ist die Insel des Kreisels. Drei große Basaltblöcke erinnern an den Abbau des Vulkangesteins auf dem Hohen Hagen. Sie symbolisieren aber auch die fast 500 Meter hohe Erhebung selbst sowie den Brocken und den Inselberg.

So will die Stadt an die Landvermessung des Königreichs Hannover per Triangulation erinnern. Der Göttinger Mathematiker Carl Friedrich Gauß hatte sie von 1818 bis 1826 durchgeführt. Er nutzte die Berge als Dreieckspunkte, mit denen er regionale Vermessungsdaten verknüpfte. Zur Gestaltung der Mittelinsel hatte es einen Wettbewerb gegeben. „Keiner der 16 Vorschläge hat den Rat überzeugt“, sagt Bauamtsleiter Aue.

„Der Verkehr fließt nun flüssig“, freut sich der Bürgermeister. Lastwagen kämen gut herum. Die VR-Bank sei jetzt zu erreichen, ohne dass jemand durchgezogene Fahrbahnlinien überfahren müsse.

Wer aus der Heinrich-Sohnrey-Straße oder dem Gewerbegebiet Wolfshof komme, müsse nicht mehr lange auf freie Fahrt warten. Und kein Autofahrer könne mehr ungebremst in den Ort hineinrasen.

„Wir haben lange und intensiv geplant“, erinnert sich Tobien. Erste Überlegungen zu einer solchen Lösung der Verkehrsprobleme habe es vor fünf, sechs Jahren gegeben, als die umstrittene Ortsumfahrung vom Tisch gewesen sei. Der Bau des Kreisels hätte schon im vergangenen Herbst beginnen können. Um eine Behinderung durch eine Winterbaustelle zu vermeiden, habe die Stadt bis April gewartet.

„Für die Gewerbetreibenden am Wolfshof war der Bau mit Behinderungen verbunden“, sagt Bauamtsleiter Aue. Die Klagen hätten sich aber in Grenzen gehalten. „Nun haben für die nächsten Jahre Ruhe“, ergänzt Tobien.

Die Baukosten für den Kreisel werden auf 545 000 Euro geschätzt, wovon die Stadt 39 Prozent und der Bund 61 Prozent trägt. Die Kosten für die Sanierung der Straßendecke, geschätzte 54 000 Euro, trägt ausschließlich der Bund.

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