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Nach Süden oder Osten?

Entwurf zum Krippenneubau in Dransfeld vorgestellt Nach Süden oder Osten?

Es soll ein schlichter Bau mit Erweiterungsmöglichkeit werden: Auf einer gemeinsamen Sitzung des Schul- und Bauausschusses der Samtgemeinde Dransfeld hat Hans-Jürgen Sittig den ersten Entwurf seines Architekturbüros für den Krippenneubau am Hohen Hagen 26 vorgestellt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Dransfeld. Die neue Krippe für zwei Gruppen mit jeweils maximal 15 Kindern soll zwischen Kindergarten, Grundschule und Kreissportanlage entstehen. Gleichzeitig ist sie so angelegt, dass ein Erweiterungsbau angefügt werden kann, sollte der Bedarf nach einer dritten Krippen-Gruppe entstehen. Der Projektentwurf des Büros Sittig und Voges sieht einen funktionalen Bau ohne Extravaganzen wie runde Fenster oder runde Wände vor. Die Flachdachkonstruktion würde Sittig gerne als Gründach konstruieren.

Da das Areal zwischen 1,6 und 1,8 Meter über dem Straßenniveau des Wendekreises zwischen Kindergarten und Grundschule liegt, schlängelt sich der Aufweg zum Eingang, der in Richtung Sportplatz zeigt. „Es ist der einzig genehmigungsfähige Wegverlauf, damit die Barrierefreiheit gegeben ist“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD). Dazu dürfe eine Steigung von sechs Prozent nicht überschritten werden. Eine in den aktuellen Entwürfen noch vorgesehene Terrasseneinbuchtung soll begradigt werden – einfacherer Bau, mehr Raumangebot für die Gruppenräume.

Diskussionen gab es um die Frage, auf welche Himmelsrichtung die Gruppenräume ausgerichtet sein sollen. Das geplante Gebäude lässt sich verschiedentlich realisieren, so dass die Kinder wahlweise nach Süden auf eine Wiese oder nach Osten auf den Spielplatz des gegenüberliegenden Kindergartens zeigen können. Aus pädagogischer Sicht sei der Blick auf den Spielplatz empfehlenswert, so eine Erzieherin. Auch wenn es andere persönliche Präferenzen gab, schlossen sich die Ausschussmitglieder der Expertenempfehlung an.

Kritisch angemerkt wurde, dass nur fünf zusätzliche Parkplätze durch den Neubau geschaffen würden und die Parkplatzsituation ohnehin schon sehr chaotisch sei. Eilers wies jedoch darauf hin, dass die Stoßzeiten, zu denen die Parkplätze nicht ausreichten, morgens 15 und mittags 30 Minuten betragen und die geringe Zahl der zusätzlichen Krippenkinder keinen großen Unterschiede bedeute, zumal dort die Bringzeiten sich auf einen größeren Zeitraum erstreckten.

Beschlossen wurde, dass  Sittig und Voges auf Grundlage der besprochenen Änderungen und Wünsche in die Detailplanung für die Krippe einsteigt; Bau- und Schulausschuss sollen vor dem endgültigen Ratsbeschluss über den Neubau noch einmal über die Details informiert werden.

Bei einer konservativen Rechnung gehe man aktuell von Gesamtkosten für den Bau in Höhe von 1,05 Mio. Euro aus, so Eilers. 420000 Euro sind als Förderung vom Bund, Land und Landkreis zugesagt. Gegenwärtig geht Eilers davon aus, dass im März der Bauantrag beim Landkreis eingereicht werden kann. Wie lange es bis zur Baugenehmigung dauere, lasse sich aber nicht sagen. Daher gehe er zwar – „mit aller Vorsicht und Zurückhaltung“ – von einem Baubeginn 2017 aus, mit einer Fertigstellung rechne er gegenwärtig jedoch realistisch erst im Frühjahr 2018.

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