Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Erstmals parteiunabhängige Bürgerliste

Kommunalwahlen Erstmals parteiunabhängige Bürgerliste

„Wir müssen weiter arbeiten und Bürger persönlich ansprechen“, sagt Jühndes Bürgermeister Dietmar Bode (SPD). Zu den Kommunalwahlen am 11. September soll es in dem 1020-Einwohner-Ort erstmals eine parteiunabhängige Bürgerliste geben. Zu einer ersten Info-Veranstaltung kamen 20 Bürger.

Voriger Artikel
Schedens Haushalt ist ausgeglichen
Nächster Artikel
106 Prüflinge erhalten ihre Jugendflamme
Quelle: dpa (Symbolbild)

Jühnde. Die Mitglieder des Gemeinde- und des Samtgemeinderats stellten die Mehrheit im Clubraum der Friedrich-Spielmann-Halle. Doch unter den Teilnehmern war auch der eine oder andere bisher nicht in der Politik aktive Bürger. „Demokratie lebt vom Engagement der einzelnen“, erklärte Bode. Doch daran hapere es immer häufiger. Viele Menschen wollten keiner Partei mehr beitreten und keine Ämter mehr übernehmen. Um trotzdem einen handlungsfähigen Gemeinderat zu bekommen, starte Jühnde den Versuch einer Bürgerliste.

Gemeinderat leitet Geschicke

„40 Sitzungen in fünf Jahren kommen auf ein Gemeinderatsmitglied zu“, erklärte der Bürgermeister den Anwesenden. Die Arbeitsbelastung sei in Jühnde überschaubar, da es weder Fraktionen noch Ausschüsse gebe. Der Gemeinderat, der über einen 600.000 Euro schweren Haushalt beschließe, gestalte die Geschicke in den Ortsteilen Jühnde und Barlissen. Er beschließe Bebauungspläne, sei mit dem Straßenbau befasst und lege Steuern fest.

Auch über die eigene Arbeit sprach Bode. Seit seiner Wahl zum Bürgermeister vor zehn Jahren übe er zudem das Amt des Gemeindedirektors aus. Das ließe sich auch anders regeln, erklärte Bode. Die Samtgemeinde könnte Aufgaben übernehmen oder eine Verwaltungskraft für einige Stunden eingestellt werden.

Abschied nach 20 Jahren

Der Hintergrund: Bode will im September aus persönlichen Gründen nicht wieder für den Gemeinderat kandidieren. „Ich gehöre dem Gremium seit 20 Jahren an“, erklärte er. Ihm habe die konstruktive Zusammenarbeit gut gefallen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der das Amt als Ruheständler ausgeübt habe, sei er jedoch berufstätig.

In etwa vier Wochen ist eine zweite Informationsveranstaltung geplant.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis