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Grünes Licht für Erweiterung

Bioenergiedorf Jühnde Grünes Licht für Erweiterung

Die Genossenschaft Bioenergiedorf Jühnde kommt mit ihren Erweiterungsplänen voran. Die Gemeinde Jühnde hat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Die Samtgemeinde änderte den Flächennutzungsplan, dem nun der Landkreis zustimmen muss.

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Bioenergiedorf Jühnde: Strom und Wärme werden aus Biomasse erzeugt

Quelle: Christina Hinzmann

Jühnde. „Wir wollen auf unserem Betriebsgelände am Koppelweg 1 zwei neue Behälter aufstellen“, erläutert der Vorstand des Unternehmens, Eckhard Fangmeier. Der eine werde zur Lagerung des Gärsubstrats benötigt. Der Stoff falle am Ende der Vergärung von Gülle, Mais, Getreide und Gras an. Aus ihnen gewinne die Genossenschaft Biogas, mit dem sie Blockheizkraftwerke antreibe. Sie lieferten Strom und Wärme, die das Unternehmen vermarkte.

„Der Gesetzgeber will die Lagerzeit des Gärsubstrats von sechs auf neun Monate verlängern“, erläutert Fangmeier. Künftig dürfe das Substrat nur noch zu bestimmten Zeiten als Dünger auf Felder aufgebracht werden. So wolle Berlin das Trinkwasser gegen zu hohe Einträge an Nitraten schützen.

„Wir wollen außerdem einen zusätzlichen Gärbehälter bauen, um flexibler Gas produzieren zu können“, sagt Fangmeier. Für die beiden Behälter, deren genaue Größe noch nicht feststehe, werde ein zusätzliches Auffangbecken benötigt. Sie solle den Inhalt der Behälter aufnehmen, sollten diese einmal bei einem Unfall auslaufen. Dazu solle der bereits bestehende, zweieinhalb Meter hohe Havariewall zum Dorf hin verlängert werden. Er verhindere, dass die Flüssigkeit den Abhang hinunter ins Dorf fließe.

„Der Bau des Walls macht es wiederum nötig, dass wir die Einfahrt zur Anlage nach Osten hin zu einem höher gelegenen Punkt verlagern“, erläutert der Vorstand. Auch hier liefen derzeit die Planungen. Die Genossenschaft wolle die Kosten möglichst gering halten. Die Investitionen müssten in den kommenden zehn Jahren erwirtschaftet werden. So lange werde die Anlage noch nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert. Die Genossenschaft habe bereits 2015/16 rund 2,3 Millionen Euro investiert, um künftig dann Strom zu produzieren, wenn er benötigt werde. So ließen sich bessere Preise erzielen.

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