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Grünes Licht für den Windpark bei Bördel

Änderung des Flächennutzungsplans Grünes Licht für den Windpark bei Bördel

Bürger haben noch einmal vor gesundheitsschädlichem Infraschall und einer Landschaftzerstörung, die schlimmer „als der Braunkohletagebau“ sei, gewarnt. Doch der Samtgemeinderat Dransfeld gab am Dienstag dennoch mit großer Mehrheit grünes Licht für den geplanten Windpark zwischen Bördel und Jühnde.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Dransfeld. Auf der Tagesordnung stand die zehnte Änderung des Flächennutzungsplans, mit der die Samtgemeinde auf Druck des Landes „substanziell“ Flächen für Windenergieanlagen zur Verfügung stellen will. Auf Drängen des Landkreises nimmt die Kommune die ursprünglich geplante Höhenbegrenzung von 185 Metern für die Windräder heraus. Nun dürfen diese maximal 215 Meter hoch sein.

„Wir wollen die Bürger mit der Ausweisung von Flächen vor Wildwuchs schützen“, warb der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Ahlborn um Unterstützung. Keiner der Ratsherren mache sich die Entscheidung leicht. Nichts werde „durchgewunken“. Die Windkraft-Gegner unter den 25 Zuhörern lachten höhnisch.

„Wir müssen in den sauren Apfel beißen“, sprang Walter Koch (Freie Wähler) dem Sozialdemokraten zur Seite. Seit Jahren beschäftige sich der Rat mit der Suche nach geeigneten Flächen. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans komme dieser Prozess nun zu seinem Ende. Für die CDU bekräftigte der Fraktionsvorsitzende Klaus Heinemann die Unterstützung für die gefundene Lösung.

Nur zwei Ratsherren verweigerten sich dem Konsens. Ernst Achilles-Wengel (Grüne) bekannte sich zwar zur Energiewende. Er betonte aber, dass diese nur „im Zusammenspiel mit den Bürgern“ vollzogen werden könne. Es sei dem Rat nicht gelungen, einen tragfähigen Kompromiss zu finden, kritisierte er.

Und Ulrich Matschke (Linke) erklärte empört, dass Bürgerbeteiligung eine „Farce“ sei, wenn der Wille der Bürger keine Berücksichtigung finde. Die Gegner im Publikum klatschten und riefen „Danke“. Der Vorsitzende des Samtgemeinderats, Rolf Tobien (SPD), verbat sich das.

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