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ICE liegen geblieben und Unfall auf A7

ICE-Strecke wieder frei ICE liegen geblieben und Unfall auf A7

Verkehrschaos zum Start ins Osterwochenende. Eine beschädigte Oberleitung auf der ICE-Strecke zwischen Kassel und Göttingen hat am Karfreitag für heftige Verspätungen gesorgt. Parallel war die A 7 wegen eines Lkw-Unfalls stundenlang gesperrt.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen/Kassel . Nichts geht mehr: Das hat am Karfreitag für 700 Bahnreisende auf dem Weg von Kassel nach Göttingen gegolten. Sie saßen in einem defekten Zug bei Jühnde fest. Die Reisenden, die am Freitag mit dem ICE 78 von Kassel nach Göttingen fahren wollten, mussten rund vier Stunden lang in dem Zug ausharren. Grund dafür war ein Defekt am Stromabnehmer eines ICE und an der Oberleitungsstrecke.

700 Fahrgäste im Ungewissen

Der Zug blieb zur Hälfte im Tunnel, zur Hälfte außerhalb liegen. Auf Twitter berichteten Fahrgäste über die Zustände in dem gestrandeten Zug. „700 und ich. Ohne Netz. Ohne Lüftung. Ohne Klo. Und v.a. ohne Anschluss“, schrieb eine Reisende.

Die Folge des Zwischenfalls waren massive Verspätungen im Bahnverkehr auf der Süd-Nord-Strecke. Am Göttinger Bahnhof hatte am Freitagnachmittag fast jeder Zug Verspätung von mindestens einer halben Stunde. Viele Fahrgäste drängten sich vor der Anzeigetafel. An den Informationsschaltern bildeten sich lange Warteschlangen.

Am Freiagnachmittag dann wurde der ICE 78, der von Zürich auf dem Weg nach Hamburg war, von einer aus Frankfurt angeforderten Diesellok in den Bahnhof Göttingen geschleppt. „Der Zug mit seinen etwa 700 Fahrgästen ist gegen 16.20 Uhr in Göttingen angekommen, die Reisenden konnten dort in einen Ersatzzug umsteigen“, so Jörg Ristow, Sprecher der Bundespolizei in Hannover.

Der Bahnverkehr auf der Strecke von Kassel in Richtung Norden wurde ab Freitagmittag über die alte Bahnstrecke an der Weser umgeleitet. „Es läuft wieder, Reisende müssen aber weiter mit Verspätungen von etwa einer halben Stunde rechen“, sagte eine Sprecherin der Bahn in Berlin. Und weiter: „Die ICE-Strecke zwischen Göttingen und Kassel bleibt aber bis mindestens Mitternacht noch gesperrt“.

Es werde untersucht, ob die Oberleitung bereits defekt war, als der Zug liegen blieb, oder ob der defekte Stromabnehmer des Zuges die Oberleitung beschädigt habe. „Wir hoffen, dass die Strecke Sonnabendfrüh wieder befahrbar ist“, so die Sprecherin. Am späten Freitagabend gab die Bahn dann Entwarnung: Der Oberleitungsschaden auf der Strecke Göttingen - Kassel-Wilhelmshöhe sei behoben. "Die Strecke ist wieder beidgleisig befahrbar."

A7 stundenlang gesperrt

Auch auf der Autobahn 7 ging am Karfreitag zwischen Kassel und Göttingen stundenlang nichts mehr. Ein Sattelzug hatte sich gegen 4.20 Uhr am Laubacher Berg quergestellt. Dabei riss der Tank des Lkw auf. Mehrere Hundert Liter Diesel ergossen sich auf die Fahrbahn. Diese musste daraufhin stundenlang wegen Reinigungsarbeiten gesperrt werden.

Die Vollsperrung führte zu kilometerlangen Staus. Die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet. Betroffen waren unter anderem Hann. Münden und Witzenhausen. Erst am Freitagnachmittag wurde die Sperrung aufgehoben. Bei dem Lkw-Unfall entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 40000 Euro, wie die Polizei berichtete. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Von Andreas Furhmann und Britta Bielefeld

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Unfall auf A7
Auf der A7 stellte sich am frühen Freitagmorgen ein Sattelzug quer.

Nach dem Lkw-Unfall auf der Autobahn 7 zwischen den Anschlusstellen Hann. Münden-Lutterberg und Hedemünden mit anschließender Vollsperrung hat die Polizei am Freitagmittag gegen 13.30 Uhr eine der drei Fahrpuren wieder frei gegeben. In Kürze würden die anderen beiden Fahrspuren folgen, so die Polizei.

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