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In Dransfeld nähen Frauen Decken für Flüchtlingsbabys

„Schön, dass du da bist“ In Dransfeld nähen Frauen Decken für Flüchtlingsbabys

„Willkommen“ oder „Schön, dass du da bist“ – das soll auf den Decken stehen, die zehn Frauen im Dransfelder Gemeindezentrum für Flüchtlingsbabys nähen. Seit mehreren Wochen kreieren sie im Team die kleinen Decken, die sie aus gespendeter Wäsche schneidern.

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Babydecken für Flüchtlingskinder: In Dransfeld wollen zehn Frauen 50 Decken nähen.

Quelle: Theodoro da Silva

Dransfeld. Die Nähmaschinen rattern, auf den Tischen liegen Stoffreste, Garn, Scheren und Nadeln. Es wird gesteckt, geschnitten, gestülpt und genäht. Die ersten bunten Decken sind bereits fertig, doch die Frauen machen weiter. 50 Stück sollen es werden, erklärt Iris Donges, die das Nähprojekt „Babydecken für Flüchtlingskinder“ leitet. Die fertigen Decken sollen in Kooperation mit der Diakonie Münden an Flüchtlingsfamilien im Altkreis Münden verteilt werden.

Im Vorfeld sammelten die Frauen Kinderbettwäsche und kauften zur Füllung Fleece-Decken, die sie in vier Stücke schnitten. Eine Wäscherei spendete die Stoff-Rückseiten und in Teamarbeit entstanden die ersten Babydecken. Den Frauen macht die Arbeit sichtlich Spaß. „Ich stecke nur und mache die Zuarbeiten“, sagt Lilo Hesse. Katharina Dankworth findet es gut, dass die Decken für Babys sind.

„Vielleicht nimmt es die Decke mit nach Hause oder wo auch immer es hinkommt – als Erinnerung an Deutschland“, sinniert Iris Donges. Sie hatte das Deckenprojekt in einer Kirchengemeinde in Kiel kennengelernt und auf Dransfeld übertragen.  Sie weiß auch von der Bedeutung der Decken im Orient: Dort werde das Wort Mantel mit „Decke“ übersetzt. Der Mantel gilt dort als Zudecke für die Nacht.

Der Schutz und die Wärme, die ein Mantel spende, sei besonders für ein Baby wichtig, damit es Geborgenheit spüre,  erklärte Donges des Hintergrund. Die Frauen wollen noch jede Decke mit einem Etikett versehen, auf dem ein kleiner Willkommensgruß steht. Für Donges ist es nicht nur wichtig, etwas von dem abzugeben, was sie habe, sondern auch gemeinsam etwas Neues für die Flüchtlinge zu gestalten. „Ich finde es schon wichtig, die Flüchtlinge willkommen zu heißen“, meint Claudia Mielenhausen.

Von Katrin Westphal

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