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Kinder lernen Breakdance und Graffiti

Pop up to go Kinder lernen Breakdance und Graffiti

Heranwachsende haben am Wochenende Wände an der Grundschule Dransfeld mit Graffiti besprüht. Großformatig haben sie mit Sprühfarbe deutliche Spuren auf den Außenseiten einer Garage hinterlassen. Und das völlig legal - im Rahmen von dreistündigen Workshops unter dem Motto "Pop- to go".

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Viel Spaß haben die Kinder und Jugendlichen bei "Pop up to go" in Dransfeld

Quelle: Heller

Dransfeld. Sie heißen Marieke, Lilli, Leiff, Darius und Carl: Das ist deutlich auf der Wand zu lesen. "Weiß ist alle", ruft Carl. Er setzt gerade Akzente in die Ecken seiner Buchstaben. Marieke neben ihm geht einen Schritt zurück, prüft kritisch ihr "k" und reibt sich die kalten Finger. "Ich würde Dir 'ne 2 geben", sagt ihre Freundin Lilli. 

Die beiden zehnjährigen Dransfelderinnen gehören zu den etwa 40 Kindern und Jugendlichen, die am Sonnabend und Sonntag ins Dransfelder Jugendzentrum gekommen sind. Hausherr Rochus Winkler und Projektleiter Sascha Pelzel vom Göttinger Rockbüro arbeiten seit drei Jahren zusammen. Die Idee hinter dem "Pop to Go"-Projekt sei, Heranwachenden den Zugang zu neuen Welten zu ermöglichen. Ihre Kreativität und das Selbstbewusstsein zu fördern. "Wir konzentrieren uns auf Bereiche, in denen man möglichst schnell Erfolgserlebnisse haben kann", sagt Pelzel.  

Seine Erfahrung zeigt, dass das mit Elementen der HipHop-Kultur gut funktioniert. Rap, Breakdance und Graffiti werden jeweils von Profis unterrichtet. Ossmann Hayfield lehrt Breakdance, Malte Orth zeigt, wie man mit Sprühdosen umgeht. Beide kommen bei ihren Schülern gut an. Er selbst habe in den 80er Jahren mit Comics angefangen, in den 90ern den Einstieg in die Szene gefunden, Anfang 2000 seinen ersten großen Auftrag bekommen, erzählt Malte. 

Heute lebt er von Graffiti. Und Teil seiner Arbeit sind die Kurse für Jugendliche. "Es ist dabei oft ein Vorteil kein Pädagoge zu sein, sondern aus der Szene zu kommen."  So transportiere sich die Begeisterung besser. "Immer schön gerade saubere Linien", mahnt er seine Schützlinge. Das Ergebnis an der Wand kann sich sehen lassen. Durch die Linien, Flächen, Akzente und Schattierungen ihrer Namen ist ein Kunstwerk entstanden. Marieke, Lilli und ihre Graffiti-Crew sind durchgefroren aber zufrieden. Zum Aufwärmen und zum Essen geht es zurück ins Jugendzentrum. "Kommt, Rochus hat den Grill schon angemacht."

Für ein Jahr ist die Finanzierung von "Pop to go" durch den Bund noch gesichert, sagt Pelzel. 2017 können Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis also wieder in die Szene von Rap, Breakdance und Graffiti schnuppern - ganz legal.

Infos zum Rockbüro

Das Rockbüro bietet Interessierten Kooperationen für Projekte in den Bereichen Musik, Film und Kunst. Anfragen an kontakt@rockbüro-göttingen.de

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