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"Wir sind der Freundeskreis für bunte Vielfalt"

"Dransfeld zeigt Gesicht" "Wir sind der Freundeskreis für bunte Vielfalt"

Unter dem Motto "Dransfeld zeigt Gesicht. Für eine bunte und vielfältige Samtgemeinde" haben Dransfelder am Sonnabend ein Kulturfest gefeiert. Der Präventionsrat der Samtgemeinde hat das Fest organisiert.

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Quelle: mib

Dransfeld. Das Fest sei hoffentlich der Abschluss eines ereignisreichen Jahres, sagte Samtgemeindebürgermeister Matthias Eilers (SPD). Dreimal habe der rechtsextreme, sogenannte "Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen" in diesem Jahr in Dransfeld demonstriert. Dreimal haben Bürger der Gemeinde dagegen gehalten. Für Eilers ein eindrucksvoller, positiver Nebeneffekt der ungewollten "Freundeskreis"-Demonstrationen. 

"Wir sind der Freundeskreis für bunte Vielfalt" sang das Gitarren-Trio "Just for fun" auf der Bühne der Stadthalle und gab in Richtung "Freundeskreis" deutlich zu verstehen: "Wir wollen Nazis hier nicht mehr haben. Sie sollen endlich zur Hölle gehen."

Klezmer- und Filmmusik gab es von der Gruppe "Merulea". Politisches Kabarett von Ludchen, alias Peter Sebesse. Außerdem traten die Trommelgruppe der Göttinger Werkstätten und die Gruppe "Rock El Casbah" auf. Vor der Halle gab es die Möglichkeit, Stühle für das Projekt "Kultur-Stühle" von Carola Kühler zu bemalen. Diese sollen künftig in Dransfeld Platz finden, "um Willkommenskultur erlebbar zu machen", wie es in der Ankündigung hieß.

"Wir sind der Überzeugung, dass wir Toleranz und Akzeptanz brauchen", sagte Vera Wengel, Vorsitzende des Präventionsrates. Das Gremium besteht schon seit längerer Zeit, nicht erst seit dem Auftreten des "Freundeskreises". "Zum Glück", sagte Eilers. Denn so habe man auf die Kontakte des Rates zurückgreifen können, um gegen die "Freundeskreis"-Veranstaltungen zu mobilisieren. Eine Aufgabe des Präventionsrates ist, es über Neonazis und Rechtsextremismus zu informieren. Das Thema sei präsent und nicht mit dem "Freundeskreis" verschwunden, sagte Wengel.

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