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106 Prüflinge erhalten ihre Jugendflamme

Fitte Jugendfeuerwehren 106 Prüflinge erhalten ihre Jugendflamme

106 Jugendliche aus 17 Jugendfeuerwehren im Altkreis Münden haben am Wochenende in Ellershausen ihre Prüfungen für die Jugendflamme der Stufe 1 und Stufe 2 bestanden. Dazu mussten sie unter anderem Knoten binden, einen Notruf abgeben und einen Wasserwerfer aufbauen.

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Quelle: Heller

Ellershausen. Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in drei Stufen für Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, erklärte Matthias Freter, Fachbereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit bei der Kreisfeuerwehr Göttingen. Sie dürften im Ernstfall zwar noch nicht vorne stehen und ein Feuer löschen, trotzdem lernten sie schon wichtige Handgriffe und Fachbegriffe für den Einsatz der Feuerwehren.

„Das ist ein Niederschraubventil“, antwortet Sharon Steffen spontan auf die Frage des Wertungsrichters zum Hahn am Standrohr, bevor sie es routiniert in den Niederflurhydranten schraubt. Die 15-Jährige aus Lippoldshausen hat sich mit ihren Mitstreitern Janis Bolze und Vanessa Toll in den vergangenen Wochen gut auf die Prüfung zur Jugendflamme 2 vorbereitet. „Nein, zuhause haben wir nicht extra gelernt“, sagt sie.

An der nächsten Station haben Lena Mogge aus Landwehrhagen und Laura Müller aus Dalheim gerade einen improvisierten Wasserwerfer aufgebaut – mit einem kreisrund ausgelegten und gefüllten C-Rohr als Stütze. Alles ist perfekt, Lena ist „ganz zufrieden“. Dass sie beim Abbauen nasse Hände und Laura nasse Füße bekommt, quittieren die Mädchen mit lautem Lachen. Sie sind erlöst von der Anspannung, die fast alle Kinder und Jugendlichen vor den Prüfungen haben, weiß Freter.

Wie finde ich einen versteckten Hydranten in der Straße? Wie lang ist ein B-Schlauch? Solche Fragen müssen die überwiegend zehn- bis 13-jährigen Prüflinge für die erste Stufe der Jugendflamme beantworten. Im praktischen Teil müssen sie unter anderem auch noch Knoten binden und einen vermeintlich Verletzten in die stabile Seitenlage bringen. Die Prüfungen der Jugendfeuerwehrmitglieder ab 13 Jahren für die Stufe 2 lehnen sich noch mehr an Echteinsätze an. Im Theorieteil müssen sie zum Beispiel erklären, welche Funktion Stützkrümmer, Sammelstück und andere Feuerwehrgeräte haben. Sie müssen eine fiktive Einsatzstelle absichern und ein Standrohr setzen.

Nach bestandener Prüfung bekommen sie ihr Abzeichen: Eine gelben Flamme für Stufe 1, eine orangefarbene für Stufe 2. Stufe 3 (rot) oder die noch höher angesiedelte Leistungsspange werden heute nicht geprüft. Melina Mengel (11), Tanja Schricke (17) und Jean-Marc Jago (13) von der Jugendfeuerwehr Münden sind auf jeden Fall „ganz schön stolz“, als sie ihre gelbe Flamme bekommen.

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