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Linke fordert IGS für Dransfeld

Wenig Zuspruch im Kreistag Linke fordert IGS für Dransfeld

Die Fraktion der Partei Die Linke hat in der Kreistagssitzung am Donnerstag die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Dransfeld beantragt. Auf viel Gegenliebe stieß der Vorstoß bei den anderen Parteien nicht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Dransfeld. Die neue Schule, so der Linken-Vorschlag, soll die bestehende Oberschule ablösen. Die IGS solle zum Schuljahresbeginn 2017 in Betrieb gehen.

 
„Wir reagieren damit auf den Wunsch vieler Eltern und den dortigen politischen Gremien“, erklärt Fraktionschef Eckhard Fascher. Im Westkreis gebe es bisher keine IGS. Fascher: „Vor dem Hintergrund, dass es in der Stadt Göttingen mehrere Gesamtschulen gibt, droht der Westkreis schulpolitisch abgehängt zu werden.“ Auch für Eltern und Schüler aus den nahe gelegenen Dörfern der Gemeinde Adelebsen wäre ein solches Angebot attraktiv. Ein gegliedertes Schulsystem sei nicht mehr zeitgemäß, benachteilige zahlreiche Kinder und werde „von den Eltern nicht mehr gewünscht“. Fascher erwartet, dass in einer Dransfelder IGS eine Drei- oder sogar eine Vierzügigkeit möglich ist.

 
Ulrich Maschke, Dransfelder Samtgemeinderatsherr der Linken, unterstützt den Antrag: „Der Samtgemeinderat hat bereits am 27. November 2013 einstimmig die Einrichtung einer IGS gefordert. Für die Entwicklung unserer Samtgemeinde und ihrer Zukunftsfähigkeit ist die Einrichtung einer IGS unerlässlich und ein wichtiger Standortfaktor.“ Zudem sei der Schulstandort Dransfeld gefährdet.

 
In der Kreistagssitzung wollte keine andere Partei mitziehen. Vor einem solchen Schritt in Dransfeld, erklärte Norbert Hasselmann für die Grünen, müsse erst einmal der Bedarf für Hann. Münden geklärt werden. Für die SPD bekräftigte Edeltraud Wucherpfennig diese Sicht und betonte, die Dransfelder Schule selbst wünsche eine solche Diskussion nicht. Rigoroser die Kritik der CDU-Schulexpertin Sigrid Jacobi: Der Antrag Faschers belege, dass hier „ein echter Ideologe am Werke“ sei. Der Vorstoß sei „absolut abzulehnen“.

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