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„Nur im Dezember kostendeckend“

E-Mobilität: Ernüchternde Bilanz „Nur im Dezember kostendeckend“

Bei einer Diskussionsrunde haben die Jühnder Nutzer des eCarsharings am Donnerstagabend Bilanz gezogen und die Perspektiven des Projekts diskutiert. Neben den geringen Nutzerzahlen ging es dabei vor allem um langfristige Perspektiven.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Jühnde. Nach einer kurzen kostenlosen Probephase ging es beim Jühnder Projekt des „Schaufenster Elektromobilität“ seit Juni 2015 um die wirtschaftliche Tragfähigkeit des eCarsharing- Modells auf dem Land. Um diese zu erreichen, brauche es mehr aktive Nutzer, fasste Carolin Ebermann die Ergebnisse ihrer Begleitforschung zusammen.

Der Psychologin von der Universität Göttingen zufolge wurden die beiden elektrisch-angetriebenen Kleinwagen zwar insgesamt 730 Stunden lang vermietet, kostendeckend sei aber nur der Dezember verlaufen — und selbst das gelang nur dank Sponsorings von EAM und Landkreis Göttingen.

Tatsächlich kritisierten einige Jühnder die Benutzerfreundlichkeit des Buchungssystems. Andere bemängelten, dass die Batterie nur „bis Herzberg und zurück“ reiche. Größere Fahrzeuge mit mehr Reichweite sahen deshalb einige Gäste als Weg, neue Nutzer zu gewinnen.

Alistair Adam-Hernández, Projektleiter beim Schaufenster Elektromobilität, fand die Diskussion insgesamt „sehr konstruktiv“. Vor allem dass der Förderverein des Bionenergiedorfs vorgeschlagen hat, das Projekt nach Ende des Modellversuchs im Juni fortzuführen, stimmte ihn optimistisch: Die langfristige Perspektive sei das Signal, dass es brauche, um mehr Nutzer hinzuzugewinnen.

Von Christoph Höland

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