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Schulpolitiker lehnen IGS in Dransfeld geschlossen ab

Linker Antrag kommt „zur falschen Zeit“ Schulpolitiker lehnen IGS in Dransfeld geschlossen ab

An der Oberschule in Dransfeld wird es vorerst keine neue Integrierte Gesamtschule (IGS) geben – jedenfalls nicht in den kommenden Jahren. Einstimmig haben alle Politiker und beratenden Mitglieder im Schulausschuss des Göttinger Kreistages einen entsprechenden Vorstoß der Linken abgelehnt.

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An der Oberschule in Dransfeld wird es vorerst keine neue Integrierte Gesamtschule (IGS) geben – jedenfalls nicht in den kommenden Jahren.

Quelle: Theodoro da Silva

Dransfeld. „Es wird Zeit, dass auch im Westen des Landkreises eine IGS angeboten wird“, warb Eckehard Fascher für den Antrag seiner Partei und verwies auf Gesamtschulen in Bovenden und in Duderstadt.

Bei einer Elternbefragung vor drei Jahren seien zwar nicht genügend Kinder für eine IGS in Hann. Münden zusammengekommen, damals seien die Vorgaben vom Land für eine Schulgründung aber strenger gewesen. Das habe sich inzwischen geändert und mit etwa 25 bis 27 Prozent der abgegebene Stimmen habe sich in Dransfeld und Münden eine „verhältnismäßige Mehrheit“ für eine IGS ausgesprochen. Auch der Dransfelder Samtgemeinderat habe 2013 eine IGS gefordert.

Das sei allerdings überholt, konterte Dirk Aue (SPD. Der Rat habe sein Votum inzwischen zurückgestellt. Er wolle warten, bis die einstige Haupt- und Realschule in Dransfeld ganz ausgelaufen ist. Seit 2013 ist sie eine Oberschule. Eine Entwicklung, die für alle Kritiker des Linken-Antrages entscheidend ist. „Die Schule selbst lehnt eine erneute Schulformänderung zurzeit ab“, so Sigrid Jacobi (CDU), „dass sollten wir berücksichtigen“.

Organisatorisch wäre eine weitere Schulform neben der alten Haupt- und Realschule und wachsenden Oberschule nicht mehr zu bewältigen, ergänzte Edeltraud Wucherpfennig (SPD). Der Antrag der Linken komme zum falschen Zeitpunkt. Schüler und Eltern hätten auch den Wunsch nach Verlässlichkeit und Kontinuität, ergänzte als beratendes Ausschussmitglied Holger Sparbier.

Ähnlich argumentierten die Grünen. Außerdem würden sie eine neue IGS im Westen „eher in Hann. Münden sehen“, sagte Maria Gerl-Plein.

Kreisschuldezernent Marcel Riethig verwies auf die zwar abgeschwächten aber immer noch bestehenden formalen Hürden für die Gründung einer neuen Schule. Dazu gehöre auch eine ausreichende Schülerzahl. Er sehe wenig Aussichten auf Erfolg, wenn der Landkreis jetzt eine neue IGS beantragen würde. Geschlossen lehnte der Ausschuss den Antrag ab, Fascher ist in diesem Gremium nicht stimmberechtigt.

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