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Stadt saniert Ostflügel des Rathauses

Dransfeld Stadt saniert Ostflügel des Rathauses

In den Ostflügel des Dransfelder Rathauses investiert die Stadt Dransfeld 290000 Euro. Bis Mai entsteht dort ein 60 Quadratmeter großer Versammlungsraum, den Vereine und Ausschüsse nutzen können. Behindertengerechte Toiletten wurden bereits angelegt. Die Fassade wird noch saniert.

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Besichtigen die Bauarbeiten: Stadtdirektor Mathias Eilers, Bauamtsleiter Dirk Aue und Architekt Oliver Stupeit (v. l.).

Quelle: Harald Wenzel

Dransfeld. Hell und groß ist der Raum im Erdgeschoss des Fachwerkgebäudes geworden, das Mitte des 19. Jahrhunderts nach dem großen Stadtbrand entstand. „Wir mussten eine Wand herausbrechen lassen“, erläutert Bauamtsleiter Dirk Aue. Die Wand trennte einst das Standesamt vom Trauzimmer. Das Standesamt ist bereits vor Jahren - nach dem Umbau des Rathauses - in den Westflügel umgezogen. „Der Raum diente seither als Rumpelkammer“, erzählt Aue.

„Weil die Standsicherheit des Ostflügels nach den heute gültigen Auflagen rechnerisch nicht mehr gegeben war, mussten wir das Fundament erneuern“, sagt Architekt Oliver Strupeit. Mit schwerem Gerät hätten Arbeiter Granitsteine herausgebrochen. Um die Last, die auf dem Fachwerk ruhe, zu verringern, seien Lehmwände im Dachgeschoss herausgenommen und der Schornstein zurückgebaut worden. „Mehr als 25 Tonnen Bauschutt haben wir abtransportiert“, berichtet der Architekt.

„Die zusätzlichen Träger, die wir im Versammlungsraum einziehen mussten, durften nach Vorgabe des Denkmalschutzes nicht aus Stahl, sondern aus Holz sein“, führt Strupeit aus. „Hinterher verlangte dann allerdings der Brandschutz, dass die schönen Leimbinder verkleidet werden müssen“, ergänzt Aue. Im Erdgeschoss, das über eine Rampe barrierefrei zu erreichen sein wird, entstanden behindertengerechte Toiletten. Als nächstes stehen die Fassadenarbeiten an. Das Holztragwerk wird überprüft. Die Wände müssen neu verputzt und gestrichen werden.

Unsaniert bleibt der erste Stock, wo das Archiv untergebracht ist. So hat es der Rat beschlossen. „Dabei liegt seit 2014 ein Förderbescheid über gut 400000 Euro aus dem Programm Kleine Städte und Gemeinden vor“, bedauert Aue. Um die Fördergelder zu bekommen, die zur Anpassung der Infrastruktur an den demografischen Wandel dienten, habe Dransfeld die Alte Schule verkauft. Sie sei zuvor von Vereinen genutzt werden. Der Rat habe sich trotzdem aus Kostengründen für die kleine Lösung entschieden. Ihm sei der Eigenanteil von gut 200000 Euro, ein Drittel des Gesamtsumme, zu hoch gewesen.

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