Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Tourismus im neuen Landkreis Göttingen

Gemeinsames Konzept Tourismus im neuen Landkreis Göttingen

Nur mit einem regionalen touristischen Zukunftskonzept kann sich Südniedersachsen künftig Hoffnung auf Fördermittel vom Land oder aus EU-Töpfen machen. Ein solches ist jetzt für Stadt und die fusionierenden Kreise Göttingen und Osterode erstellt und dem Wirtschaftsministerium vorgestellt worden.

Voriger Artikel
Radweg-Lückenschluss stockt
Nächster Artikel
Offene Türen im Bioenergiedorf Jühnde

Dransfeld hat im Kreis Göttingen mit 2,9 Tagen die höchste durchschnittliche Aufenthaltsdauer, was auf den Campingplatz „Am Hohen Hagen“ zurückzuführen ist.

Quelle: Meder

Landkreis. Im Auftrag des Landkreises Göttingen hat die ift Freizeit- und Tourismusberatungsgesellschaft aus Köln auf Basis bestehender Untersuchungen und vorhandener Konzepte aus beiden Landkreisen erstmals ein gemeinsames Tourismuskonzept erarbeitet. Berücksichtigt wurden dabei die touristischen Destinationen Weserbergland, Harz und Eichsfeld, auch flossen zum Beispiel Ergebnisse der vom Landkreis Göttingen initiierten Tourismus-Workshops mit ein.

Das erfuhren die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses des Landkreises in ihrer jüngsten Sitzung. Nun hofft man auf Anerkennung des rund 50 Seiten starken Tourismuskonzeptes durch das niedersächsische Wirtschaftsministerium. Denn nur dann dürfen überhaupt Förderanträge für Tourismusprojekte gestellt werden.

Unterstützung fürs Tourismus-Marketing

Zuschuss: Der Kreis Göttingen erstattet 2016 den touristischen Schwerpunktorten Duderstadt und Hann. Münden jeweils bis zu 85 Prozent des Beitrags an den jeweiligen touristischen Destinationsverband. Im Falle der Erlebnisregion Hann. Münden beläuft sich der Beitrag zum Weserbergland-Tourismusverband auf 16?925 Euro. Die Stadt Duderstadt ist Mitglied im Harzer Tourismusverband und zahlt einen Beitrag in Höhe von 4275 Euro. Im Kreishaushalt stehen 18?000 Euro zur Verfügung. Die Mitgliedschaft in den touristischen Verbänden ist wichtig für das Marketing. In landesweite Werbemaßnahmen werden ausschließlich Angebote der touristischen Regionalorganisationen aufgenommen. Diese wiederum geben ausschließlich Angebote ihrer Mitglieder weiter. be

Das von der Universität Göttingen geplante „Forum Wissen“ zum Beispiel zählt auch dazu. Die Kreis-Politiker nahmen es schon einmal positiv auf, wie die Ausschussvorsitzende Steffani Wirth (Grüne) berichtet. Erste Kreisrätin Christel Wemheuer merkt im Vorwort des Konzept-Entwurfes an: „Nur wenn wir (...) gemeinsam handeln, wird es uns gelingen, die wirtschaftliche Bedeutung und die positiven Effekte, die vom Tourismus auf den gesamten künftigen Landkreis und die Stadt Göttingen ausstrahlen“.

Immerhin haben die touristischen Schwerpunktgebiete des neuen Landkreises Göttingen als Teil von Weserbergland, Harz und Eichsfeld zusammen mit der Stadt Göttingen ein Einzugsgebiet von rund 8,2 Millionen Menschen – ein großes Potenzial vor allem für Tagesbesucher und Kurzurlaube. Bei einem Radius von bis zu zwei Stunden Fahrzeit umfasse der Einzugsbereich Kassel, Wolfsburg, Marburg und Erfurt. Das Konzept enthält Analysen und nennt die wichtigsten touristischen Themenfelder und Zielgruppen. Schließlich werden Empfehlungen gegeben.

Drei Zielvorgaben sollen laut ift in den nächsten Jahren umgesetzt werden: ??Qualitätssteigerung für die Infrastruktur – zum Beispiel Park- und Wohnmobilstellplätze oder barrierefreien Zugang zu touristischen und gastronomischen Einrichtungen; ??auf die Zielgruppen abgestimmte Angebote – der am Hohen Hagen geplante Rutsch- und Kletterpark könnte insbesondere jüngere Leute für die Region gewinnen; ??bessere Erlebbarkeit der Angebote – Stege und weitere Angebote am Wasser (Werra, Fulda, Weser, Rhume, Seeburger See).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016