Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Gülle in Graben geflossen

Unfall in Jühnder Bioenergieanlage Gülle in Graben geflossen

Etwa 500 Liter Gärsubstrat sind am Dienstagabend auf dem Gelände der Bioenergieanlage in Jühnde beim Umpumpen ausgelaufen, weil ein Schlauch gerissen war. Dank des schnellen Handelns der Anlagenbetreiber und der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden, sagt Landkreissprecher Ulrich Lottmann.

Voriger Artikel
Im Affenzahn übers Wasser
Nächster Artikel
Lautstarker Jubel am Billiardtisch
Quelle: Archiv

Jühnde. Nach Auskunft von Eckhard Fangmeier, Vorstand der Bioenergiedorf Jühnde eG, sollte am Dienstagabend Gärsubstrat von einem Behälter in einen anderen umgepumpt werden. „Dabei ist ein Schlauch gerissen und die Gülle ist herausgelaufen“, schildert Fangmeier. Dabei sei die dickflüssige Substratmasse über den Rand der Abfüllstation hinausgeschwappt und in einen Oberflächengully gelangt, von wo aus die Gülle am Nachbargrundstück in einen offenen Graben gelangt sei.

Sofort sei ein weiterer Abfluss des Gärsubstrats gestoppt und die Feuerwehr sowie der Gewässerschutz-Alarmierungsdienst beim Fachbereich Umwelt des Landkreises informiert worden. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Jühnde und Dransfeld hätten zunächst die Einläufe in die Regenwasserkanäle abgesperrt, berichtet Karsten Beuermann, Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Dransfeld.

Zusammen mit dem Vertreter des Landkreises sei dann die Situation untersucht und über das weitere Vorgehen entschieden worden, so Beuermann. Die Feuerwehr habe die Substratmasse im Graben verdünnt, wodurch sie durch einen sogenannten Saugwagen durch die Anlagenbetreiber aufgenommen werden konnte. „Damit konnten die stärkste Verunreinigung beseitigt werden“, teilt Beuermann mit. Gegen Mitternacht sei der Einsatz beendet gewesen.

Ulrich Lottmann sagte, es habe sich um einen „kleineren Vorfall“ gehandelt, bei dem der Graben nur oberflächlich verunreinigt worden sei. „Eine Gefährdung der Umwelt“, so versichert Lottmann, habe es nicht gegeben. Darüber ist auch Fangmeier froh, der den Vorfall mit den Worten kommentiert: „Das war blöd.“ Noch in der Nacht sei der Nachbar informiert worden. Zwischenzeitlich laufe der Betrieb wieder normal, so Fangmeier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Überschemmungen in der Region 3