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Das Kind in mir – VW Bullis in Dransfeld

VW-Bus-Treffen Das Kind in mir – VW Bullis in Dransfeld

Franklin Decosta präsentiert beim VW-Bus-Treffen sein 300-PS-Gefährt

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Sein ganzer Stolz: Franklin Decosta mit seinem umgebauten VW-Bus.

Quelle: Foto: Krüger-Lenz

Dransfeld. Bernd Lesser ist zufrieden. Der Chef des Campingplatzes in Dransfeld freut sich über ein weitgehend trockenes Wochenende - und über 60 Fahrzeuge aus ganz Deutschland, die zum VW-Bus-Treffen auf dem Campingplatz gekommen sind. „10 mehr wären schön“, sagt Lesser am Sonnabendnachmittag. Denn mehr als 100 Fahrer hatten sich angemeldet, 300 hatten sich für das Treffen interessiert.

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Bernd Lesser ist zufrieden. Der Chef des Campingplatzes in Dransfeld freut sich über ein weitgehend trockenes Wochenende - und über 60 Fahrzeuge aus ganz Deutschland, die zum VW-Bus-Treffen auf dem Campingplatz gekommen sind.

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Franklin Decosta sitzt ganz entspannt vor einem Zelt. Der 65-jährige Rentner gehört zur „2 Left Hand Crew“, einer lockeren Gruppe von VW-Bus-Freunden „mit zwei linken Händen“, erklärt Franklin, der lieber dutzt als zu siezten. Er verkauft T-Shirt und andere Kleidung mit dem Gruppen-Schriftzug darauf. Auch ein Luftfahrwerk habe er im Angebot, das er gemeinsam mit einem Ingenieur entwickelt habe. Die veränderte Gewichtsverteilung bei tiefergelegten Bussen könne damit ausgeglichen werden, erklärt er. Auch in seinem VW-Bus ist es verbaut. 1999 habe er ihn gekauft, „dann vier Jahre lang nur geschweißt. Damals sei das Gefährt mit dem üblichen 50-PS-Dieselantrieb motorisiert gewesen. Dann habe er einen 145-PS-Ford-Triebwerk eingebaut. Eine darauf solche Umbauten spezialisierte Firma habe schließlich einen Audi-Quattro-Motor verbaut. Jetzt gebietet Franklin hinter dem Steuer seines VW-Busses über rund 300 PS - „wahrscheinlich der kleinste Motor von allen“, sagt er mit Blick auf die umstehenden VW-Busse. Unter die Ladefläche des Pickups haben die Tuner das Aggregat geschraubt.

„Ich bin kein Schnellfahrer“, sagt Franklin. Er wolle sich nur keine Gedanken über Berge machen müssen. Gerne schalte er den Tempomat ein ein gleite entspannt über die Autobahn. Und unter einer Geschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde verbrauche sein Bulli nur zehn Liter. Nach der Army sei er in Deutschland geblieben, berichtet Franklin, der eigentlich aus South Carolina/USA stammt. Er lebt in einem Dorf bei Hanau. „Dort kennt mich jeder“ sagt er, „kein Wunder, ich bin dort der einzige Schwarze“, erklärt er mit leichtem hessischen Zungenschlag und lacht. 40 Jahre habe er in Deutschland gearbeitet. Doch seit dem Eintritt ins Rentenalter sei das Geld knapp. Wird er also seinen etwas in die Jahre gekommenen Bus behalten? „Ich habe so viele verrückte Ideen im Kopf, und das Kind in mir sagt: Mach was anderes.“ Also kommt sein VW-Bus vielleicht nächstes Jahr auf den Markt – um Platz zu machen für einen anderen VW-Bus.

Von Peter Krüger-Lenz

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