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VW Bus Treffen auf Campingplatz in Dransfeld

Doppelkabine und 300 PS VW Bus Treffen auf Campingplatz in Dransfeld

Manche sind ganz klassisch ausgestattet – mit Ausklapp-Dach, Markise, Küche und Schlafpritsche. Andere haben im Windkanal erprobte Aufsätze mit Schlafkoje oder einen 300-PS-Motor unter knalligem Hochglanzlack. Fahrer und Liebhaber von etwa 70 Bullis sind am Wochenende zum „9. VW Bus Treffen“ auf dem Campingplatz in Dransfeld gekommen.

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Rot und tief: Der Bus von Franklin de Costa.

Quelle: Wenzel

Dransfeld. Bulli-Fahrer sind eine eingeschworene Gemeinschaft – ob sie einen Oldtimer fahren, ein Nutzfahrzeug oder einen getunten Rennwagen auf T3- oder T5-Basis. Viele kennen sich, auch wenn sie weit auseinander wohnen. Sie Fachsimpeln über wasserdichte Dächer, PS-Zahlen, verstärkte Achsen, Einbauküchen und Ausflugsziele.

Und sie genießen die Freiheit als Camper - auch auf dem Platz „Am Hohen Hagen“. Platzbetreiber Bernd Lesser ist selbst Bulli-Fahrer, das VW-Bus-Treffen organisiert er mit der Dachaufbau-Firma Polyroof aus Dransfeld. Ihre Gäste kommen aus ganz Deutschland.

160625-dra-vw-bus-treffen-HW; VW-Bus-Treffen auf dem Campinbgplatz Dransfeld; Bulli-Fans; HW

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Holger Raddau aus Eisenach und seine Familie ist gleich mit zwei Bullis dabei: beide Modell T3 und 26 Jahre alt, ein Camper und eine Doppelkabine mit Ladefläche. Beide hat Raddau aus Skandinavien „zurückgeholt“. „Da wird im Winter kein Salz gestreut, die waren kein bisschen gerostet.“ Wenn sie dann doch mal rosten, ist der 60-Jährige gut ausgerüstet: Vier oder fünf Busse hat er immer auf dem Hof – und dafür jede Menge Ersatzteile. „Da kommt immer mal einer dazu, einer geht weg.“ Auch an diesem Sonnabend hat er in Göttingen wieder mal einen dazugekauft.

Die Bulli-Liebe entbrannte noch im Wendejahr, erzählt Raddau. 200 Meter sei er bei Verwandten aus dem Westen mitgefahren, „da war ich infiziert“. „Andere haben Hunde oder spielen Tennis, mein Hobby sind halt Bullis.“ Seine Frau Doris Reisenauer (der er natürlich auch in einem Bulli näher gekommen ist) teilt das Hobby mit ihm – inklusive vieler Touren zu Bulli-Treffen. Für sie hat er einen Schlafanhänger gebaut, „weil ich so laut schnarche“: natürlich auf T3-Basis und in gleicher Farbe wie sein Camper.

Der Schönste

Der schönste VW Bus beim Treffen auf dem Hohen Hagen in Dransfeld kommt aus dem Raum Hanau und ist ein T3 DoKa (Doppelkabine) im Stil eines amerikanischen Pickups. Teilnehmer und Gäste konnten am Sonnabend ihren Favoriten benennen. Der Siegerpokal ging schließlich an Franklin De Costa.

Sein 33 Jahre alter knallroter VW T3 ist schon optisch ein Hingucker, kann sich aber auch unter dem Aufbau sehen und hören lassen: Dort verbirgt sich ein V8-Motor (Audi) mit 4,2 Liter Hubraum und 300 PS, Spitzengeschwindigkeit 230 bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 in weniger als zehn Sekunden. us

Viel Eigenbau steckt auch im knallroten T3 DoKa (Doppelkabiner), Baujahr 1983, von Franklin De Costa aus Hanau: ein tiefer gelegter Bolide mit Audi-Technik, 4,2 Liter V8-Motor, 300 PS unter einer Glasabdeckung und Luftfederung, mit der er das Auto via Handy tanzen lassen kann. Es ist ein Bulli mit feinen Details: farblich passende Spiele-Würfel als Türknauf, passenden Lederbezügen für Armaturen, Ladefläche mit Holzumrandung im Jack-Daniels-Retro-Stil. Wie viel Geld der pensionierte 65-jährige Lkw-Fahrer in den vergangenen zehn Jahren in seinen T3 gesteckt hat, verrät er nicht.

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