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150 Reisende sitzen stundenlang im Zug fest

Stromausfall 150 Reisende sitzen stundenlang im Zug fest

Nichts ging mehr: Ein Cantus-Zug ist am frühen Mittwochmorgen kurz vor Eichenberg liegen geblieben. Grund war eine Störung der Oberleitung. 150 Fahrgäste mussten knapp drei Stunden in dem Zug ausharren.

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Der abgeschleppte Cantus am Bahnhof Eichenberg.

Quelle: r

Eichenberg. Das bestätigte Christian Thiel, Leiter der Betriebsplanung und Steuerung bei Cantus. Demnach war der Zug 24060 auf dem Weg von Bebra nach Göttingen. Gegen 6.20 Uhr kam es kurz vor Eichenberg zu einem Kurzschluss an der Oberleitung, woraufhin der Strom ausfiel und der Zug nicht weiterfahren konnte. Die etwa 150 Fahrgäste saßen im Zug fest.

Man habe dann entschieden, den Zug abzuschleppen, sagte Thiel. Die Kupplung der Abschlepplok habe aber nicht gepasst. Daraufhin habe man einen anderen Zug auf dem Nachbargleis halten lassen. In diesen sollten die Fahrgäste umsteigen. Dies sei aber vom Notfallmanager der Deutschen Bahn abgelehnt worden. Die Gefahr, dass sich Reisende bei dem geplanten Umstieg verletzen, sei wegen des steilen Geländes zu groß gewesen, so Thiel. Folglich habe man eine Diesellok aus Kassel angefordert. Diese habe den liegen gebliebenen Cantus-Zug schließlich gegen 9 Uhr in den Bahnhof Eichenberg geschleppt. Dort hätten die 150 Fahrgäste wohlbehalten aussteigen und in Anschlusszüge umsteigen können. Auch die Feuerwehr war alarmiert worden. Sie musste dann aber nichr mehr eingreifen.

Fahrgäste reagierten verstimmt. Wegen des Stromausfalls hätten unter anderem die Toiletten nicht funktioniert, berichteten zwei Pendler. Zudem sei ihnen bei der Ankunft in Eichenberg der Anschlusszug nach Kassel "vor der Nase weggefahren". Sie hätten daraufhin noch eine Stunde in Eichenberg warten müssen. Die Abschleppaktion habe viel zu lange gedauert, so ein Fahrgast.

Thiel sprach von einer schwierigen Situation. „Aber die Sicherheit geht vor.“ Die Fahrgäste auf der Strecke aus dem Zug zu holen, sei zu gefährlich gewesen. Zu weiteren Verspätungen kam es Thiele zufolge nicht. Der Schaden an der Oberleitung wurde repariert. Die Strecke ist wieder planmäßig befahrbar.

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