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70 neue Mitglieder und ein Auto

Hospiz-Verein Friedland seit Gründung kräftig gewachsen 70 neue Mitglieder und ein Auto

Im Dezember 2012 haben 13 Mitglieder den Hospiz-Verein Friedland gegründet. Seither ist er kräftig gewachsen. 77 Menschen und sechs Kirchengemeinden sind Mitglied. Gerade ist der Vostand neu gewählt worden. Ein neues Auto haben die Sterbe- und Trauerbegleiter auch - eine Spende.

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Neuer Vorstand Hospiz-Verein Friedland: Markus Kulle (v. links), Dieter Kahl, Wolfgang Maltzahn und der gespendete VW Up.

Quelle: Wenzel

Friedland/Göttingen. Jeder stirbt für sich allein. Und auch Trauer machen die meisten Menschen nur mit sich selbst ab. „Man muss erst einmal viel Geduld haben, bis Sterbe- und Trauerbegleitung gewünscht wird“, sagt Wolfgang Maltzahn. Der promovierte Theologe, Bikerpfarrer in Nordhessen und wiedergewählter Vorsitzender des Hospiz-Vereins Friedland, kann trotzdem zufrieden sein mit der Entwicklung des Vereins.

Nach der Gründung mit 13 Mitgliedern ist der Verein um 70 Mitstreiter, darunter sechs Kirchengemeinden, gewachsen. Zwölf Interessenten wurden seither in Grund- und Vertiefungskursen zu Sterbe- und Trauerbegleitern ausgebildet. Auch eine Reihe Sterbender (14) und ihre Angehörigen (38) wurden in den vergangenen drei Jahren betreut.

 Parallel laufen die Planungen für den Bau eines Sterbehauses in Friedland. Das Hospiz planen neben den beiden Investoren Rainer und Hendrik Nothdurft die Vorstandsmitglieder Maltzahn, Dieter Kahl (Stellvertreter) und Markus Kulle (Schrift- und Kassenwart). Die Kirchen werden im Vorstand durch Henrik-Albin Schmitt (katholische Kirche) und Evelyn Rettberg und Kathleen Michel (beide evangelische Kirche) vertreten. Die Fachgruppen führen Silvia Rüter (Medizin/Therapie), Diemo Rollert (Theologie), Marie-Luise Schwarz (Akquise) sowie Maltzahn (Ausbildung/Supervision) und Kahl (Wohnen im Alter).

Seine Geschäftstelle hat der Verein am Sitz des Vorsitzenden in Göttngen. Zuständig ist er für den südlichen Landkreis, die Gemeinden Friedland, Gleichen und Rosdorf. Aber auch aus Nordhessen oder Thüringen kommen Mitglieder, so der Neuling im Vorstand, Markus Kulle, der selbst aus dem thüringischen Rohrberg kommt. Mit den Hospizen in Göttingen und Hann. Münden, so Maltzahn, arbeite man kooperativ zusammen.

Die Idee von Sterbe- und Trauerbegleitung zu verbreiten, wird Maltzahn nicht müde. Jüngst hat er in einer Predigt darüber gesprochen. Danach nahmen Eric Reuting und seine Frau mit ihm Kontakt auf. Der frühere Personalchef von Volkswagen in Baunatal, heute in gleicher Funktion in Bratislava, bot ein Auto aus dem Mitarbeiterleasing als Geschenk an. Der VW Up hat nur 3000 Kilometer auf dem Tacho und wird künftig den Sterbebegleitern dienen, wenn sie Patienten oder Angehörige besuchen oder den Betroffenen letzte Wünsche erfüllen. Ein Architekt, der vor seinem Tod noch einmal sehen möchte, was er einst geplant und gebaut hat, oder ein Naturfreund, der noch einmal in den Wald möchte, erzählt Maltzahn, ist dankbar für Begleitung auf den letzten Wegen. Auch dafür stehen die geschulten Sterbebegleiter vom Hospizverein Friedland.

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