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Asylbewerber räumen in Friedland den Müll weg

Landkreis reagiert auf Beschwerden von Bürgern Asylbewerber räumen in Friedland den Müll weg

Müll in den Grünanlagen und auf der Straße, kaputte Zäune und Bänke: Die große Zahl der Flüchtlinge in Friedland hatte Auswirkungen auf die Ortschaft. Jetzt helfen sechs Asylbewerber bei der Pflege örtlicher Anlagen. Die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen setzt sie ein.

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Flüchtlinge sammeln Müll in Friedland auf.

Quelle: Pförtner

Friedland. Dass etwas passieren muss, haben Bürger Anfang Oktober bei einer Informationsveranstaltung klar gemacht. Mit 3500 Flüchtlingen im Grenzdurchgangslager fühlte sich der 1200-Einwohner-Ort überfordert. Landrat Bernhard Reuter (SPD), Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD), Ortsbürgermeister Wilfried Henze (CDU) und der evangelische Lagerpastor Martin Steinberg forderten mit einem „Friedländer Appell“ den Innenminister auf, die Belegungszahlen zu halbieren. Hannover reagierte. Derzeit wohnen 1500 Flüchtlinge im Lager, das für 700 Bewohner ausgerichtet ist.„Seit Dezember kümmern sich die GAB-Mitarbeiter um den Ort“, berichtete Reuter am Montag bei einem Ortstermin. „An vier Tagen in der Woche sind die Asylbewerber in Absprache mit dem Friedländer Bauhof tätig“, erläuterte die stellvertretende GAB-Geschäftsführerin Sabina Knoch. Für die 30 Wochenstunden erhalten die Migranten eine Aufwandsentschädigung. Auf diesem Weg sammeln sie erste Erfahrungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.Die Asylbewerber, die vom Balkan, aus Afghanistan und dem Libanon stammen, leben zwischen einigen Monaten und 15 Jahren in Deutschland. Die GAB könnte noch zwei weitere Personen einstellen. Auf ein entsprechendes Anschreiben an potenzielle Mitarbeiter reagierten bis jetzt sechs Interessierte.Die GAB, eine hundertprozentige Tochter des Landkreises Göttingen, ist mit ähnlichen Projekten auch an anderer Stelle präsent. In Hann. Münden setzt sie Asylbewerber im Sachspendenlager ein. In Duderstadt arbeiten Migranten in Werkstätten des Bildungsträgers. Die GAB kümmert sich sonst um die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

Von Michael Caspar

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