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Bürgerfest im Museum Friedland

Zwei Tage lang freie Führungen durch das Museum Bürgerfest im Museum Friedland

Mit einem Festakt am Freitag und einem zweitägigen Bürgerfest am Wochenende wird das Museum Friedland eröffnet. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird am Freitag ab 16 Uhr die Festrede vor 500 geladenen Gästen halten. Ein buntes Programm soll die Besucher beim Bürgerfest unterhalten.

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Das Museum ist im ehemaligen Bahnhof untergebracht.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Aktuell wird am Museum noch letzte Hand angelegt. Die Stände und Zelte für das Bürgerfest werden errichtet. Am Freitag, 18. März, um 16 Uhr ist es dann so weit: Der Ministerpräsident wird im Speisesaal des Wirtschaftsgebäudes im Grenzdurchgangslager Friedland das Museum eröffnen und gegen 17.30 Uhr den Schlüssel übergeben. Erstmals wird es in Deutschland ein Museum geben, das sich mit der Einwanderungsgeschichte auseinandersetzt. Der Titel "Abschied, Ankunft, Neubeginn" steht über allem, was im neuen Museum zu sehen sein wird.

Das ist die 70-jährige Geschichte des Grenzdurchgangslager, durch das mehr als vier Millionen Menschen das "Tor zur Freiheit" durchschritten, das sind Exponate zu Flüchtlingen aus deutschen Ostgebieten, zu Kriegsgefangenen und ihrer Rückkehr, zu Spätaussiedlern aus sowjetischen Ländern und zu den Flüchtlingswellen, die seit 70 Jahren Menschen aus fernen Ländern nach Deutschland führten.

Friedland sei, schreibt Claudia Talaska, Sprecherin des Bundesverwaltungsamtes, "Global Player der deutschen Zuwanderungs- und Einwanderungsgeschichte". Als würde sich die Geschichte der Errichtung des Lagers 1945 wiederholen, stehe Deutschland jetzt wieder vor der Herausforderung eines millionenfachen Zuzuges Schutz- und Heimatsuchender.

Besonders für Spätaussiedler hat das Lager als einst erste und heute einzige Erstaufnahmeeinrichtung große Bedeutung. 2015 waren in Friedland 6118 Spätaussiedler gezählt worden - so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

So wird das Museum Friedland künftig auch Ziel vieler Aussiedlerfamilien sein, die besuchen wollen, wo sie einst in Deutschland die ersten Tage erlebten. Beim Bürgerfest am Sonnabend und Sonntag, jeweils von 11 Uhr bis in die Abendstunden, wird das Kultur- und Interviewprogramm auch für diese Gäste etwas zu bieten haben. Exkursionen zum Heimkehrerdenkmal auf dem Hagen, das Kriegsgefangene zum Gedenken an ihre Rückkehr nach Deutschland gemahnt, sowie zum Gut Besenhausen, wo einst der Grenzübergang zur sowjetisch besetzten Zone war, werden zum Bürgerfest ebenfalls angeboten. Wegen des großen Andranges empfehlen die Veranstalter den Besuch mit der Bahn: Das Museum liegt direkt am Gleis im alten Bahnhof.

Programm am Wochenende

Jeweils um 11 Uhr beginnt am Sonnabend und Sonntag das Bürgerfest zur Museumseröffnung. Am Sonnabend gibt es zunächst von 11 bis 14 Uhr "Musik und Talk" mit der Jazz-Combo des Polizeiorchesters Niedersachsen und mit Politikern. Von 14 bis 17 Uhr ist ein Bühnenprogramm mit Tanz, Musik und Talk der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland zu erleben. Gruppen aus Gifhorn, Oserode, Peine und Hannover treten auf, dazu die Tanzzwerge des SC Friedland. Um 19 Uhr ist ein Platzkonzert der Oberleinetaler Musikanten vor dem Bahnhof zu hören.

Am Sonntag spielen ab 11 Uhr die Eichenberger zum Frühschoppen. Um 14 Uhr treten noch einmal die Tanzalarmkids des SC Blau-Weiß Friedland auf. Kinderschminken, Kirchturmbesteigungen (13.30 bis 17 Uhr) und regelmäßige Führungen durch das neue Museum sowie durch die historischen Bauten des Grenzdurchgangslagers runden das Programm ab. Es wird zudem einen Fahrplan für Kleinbus-Fahrten zum Heimkehrerdenkmal und zum Grenzübergang am Gut Besenhausen geben (jeweils ab 13 bis 16 Uhr zur vollen Stunde).

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