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Nadelöhr der Geschichten

Bürgerfest zur Museumseröffnung Nadelöhr der Geschichten

Mit einem zweitätigen Bürgerfest haben das niedersächsische Innenministerium und die Gemeinde Friedland die Eröffnung des Museums Friedland gefeiert. Die mehreren hundert Gäste kamen aus dem ganzen Bundesgebiet. Es gab ein buntes Musikprogramm – und eine sehr nachdenkliche Stimmung.

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Unbekannte zünden Unterstand an

Mit einem Bürgerfest wurde am Wochenende das Museum Friedland eröffnet.

Quelle: Heller

Friedland. „So, als wäre es gestern gewesen“, sagt ein älterer Mann beim Betrachten eines Bildes im Museum. Und ein Eintrag im Gästebuch lautet: „Sehr beeindruckend, gut gelungen und nachdenklich stimmend zur heutigen Situation.“ Unter den zahlreichen Gästen, die zur Eröffnung des Museums gekommen waren, waren viele, die eine ganz eigene Geschichte mit Friedland verbindet. Geschichten, die Friedland verbindet.

So auch zum Festakt, mit dem das Museum eröffnet wurde. „Die Einladung ging an die Region, weil wir sie vom ersten Tag an mitnehmen wollten. Aber wir haben auch bundesweit eingeladen und etwa ein Drittel der 600 Gäste zur Eröffnung waren Zeitzeugen und ihre Familienangehörigen“, sagt Oliver Krüger, Projektleiter für das Museum im Innenministerium.

Info

Ab dem 23. März ist das Museum Friedland von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Feiertage

An den folgenden Feiertagen ist das Museum jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet:

25.03. Karfreitag 

28.03. Ostermontag 

01.05. Tag der Arbeit 

05.05. Christi Himmelfahrt 

15.05. Pfingstmontag

03.10. Tag der Deutschen Einheit

An Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen und Silvester bleibt das Museum geschlossen.

Besonderes Geschenk

Die Zeitzeugen waren es auch, die maßgeblich aus ihrem persönlichen Besitz Exponate an das Museum schenkten. Einen besonderen Stellenwert hat die Schenkung von Christian Paul. Sein Vater Fritz war von 1947 an als freiberuflicher Fotograf überwiegend für das Göttinger Tageblatt in Friedland im Einsatz. Viele seiner Bilder hatten bereits ihren Weg in die Ausstellung gefunden.

Auf der Bühne überreichte Paul nun ein besonderes Kleinod: eine Rolleiflex Spiegelreflex Kamera, mit der Fritz Paul seine Aufnahmen gemacht hat. „So ein Museum braucht Lieferanten von Geschichten und Objekten.“

Nachdenkliche Mienen

Nicht nur im Museum selbst, auch im Festzelt, an dessen Ende das vielfältige Unterhaltungsprogramm ablief, gab es nachdenkliche Mienen. Hier ließ eine interaktive Wand besondere Ereignisse aus der inzwischen 70-jährigen Geschichte des Lagers Friedland wieder aufleben.

Erwin Kroemer war einer derjenigen, die schon sehr früh – 1947 – nach Friedland kamen. Damals war er sieben Jahre alt. „Wir sind aus Oberschlesien geflohen, waren zuerst in Wismar und wurden von Friedland aus nach Niedergandern geschickt.“ Zum Bahnhof, der jetzt das Museum beherbergt, hatte er ebenfalls ein spezielles Verhältnis: „Hier habe ich 1956 meine Ausbildung begonnen.“ Der Bahnhof hat auch für Heike Serrano noch eine große Bedeutung: „Von 1967 bis 1983 habe im Bahnhof gelebt, weil mein Vater als Fahrdienstleiter dort eine Wohnung hatte.“

Aber auch die Friedländer selbst kamen. Wie Susanne Raub, Kindergärtnerin im Ort, deren „Tanzalarm Kids“ ihren eigenen Bühnenauftritt hatten. „Ich finde es schön, dass ein Fest für die Bürger gemacht wurde, weil wir das letzte Jahr viel stemmen mussten.“

Susanne Raub: „Das letzte Jahr war doch ganz schön problematisch, aber im Moment ist es ruhig. Das Museum, finde ich, ist eine sehr anschauliche Einrichtung. Ein Treffpunkt, an den man noch einmal zurückkommen kann.“

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