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„Flüchtlinge bleiben für lange Zeit Thema“

Bernd Althusmann in Friedland „Flüchtlinge bleiben für lange Zeit Thema“

Der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr, Bernd Althusmann, hat am Donnerstag das Lager Friedland besucht. Von Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer ließ sich Althusmann die Geschichte und die Gegenwart des Lagers zeigen.

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Bernd Althusmann (CDU) bei seinem Besuch in Friedland mit Leiter Heinrich Hörnschemeyer (rechts).

Quelle: Wenzel

Friedland. Zurzeit ist das Lager moderat belegt – mit etwa 150 Spätaussiedlern und 200 Asylbewerbern. Dazu kamen am Mittwochnachmittag noch 186 Syrer aus der Türkei – Flüchtlinge, die bereits im Herkunftsland befragt wurden und dort eine Sicherheitsprüfung durchlaufen haben. Weil sich im Lager Friedland keine Menschen aus sicheren Herkunftsländern befänden, erklärte Hörnschemeyer dem CDU-Spitzenkandidaten, gebe es auch keine Abschiebungen aus dem Lager heraus.

Von Althusmann gefragt, was sich der Lagerleiter von der Politik für die Zukunft wünsche, erklärte Hörnschemeyer, man möge erkennen, dass die humanitäre Aufnahme von Menschen in Not eine Daueraufgabe sei. Bei der jetzigen Auslastung seien die finanzielle und die personelle Ausstattung völlig in Ordnung.

Integration besser steuern

Althusmann betonte, das Thema Flüchtlinge „wird uns noch für längere Zeit beschäftigen“. Dabei sei die Integration bedeutsamer als die Erstaufnahme. Er wünsche sich für Deutschland eine besser gelenkte Zuwanderung, wodurch sich auch die Integration besser steuern ließe. Notwendig seien beispielsweise „ein modernes Staatsangehörigkeitsgesetz und ein modernes Zuwanderungsrecht“.

Große Sorgen mache ihm zudem das weiter zunehmende Bevölkerungswachstum in vielen afrikanischen Ländern. Das Thema sei in der öffentlichen Diskussion möglicherweise deshalb nicht sonderlich präsent, „weil dies Problem noch zu weit von uns weg ist“. Wenn Entwicklungshilfe für Afrika jedoch eher den Regierenden als der Bevölkerung zugute komme, sei wenig Besserung in Sicht. Hilfe sollte nur bei Gegenleistung gewährt werden. Bei der Entwicklungshilfe sei zudem eine wesentlich engere Abstimmung innerhalb Europas notwendig.

Außer mit aktuellen Vorgängen befasste sich Althusmann auch mit der Geschichte des Grenzdurchgangslagers. Seit dessen Gründung durch britische Besatzungstruppen im Jahr 1951 hätten seien 4,1 Millionen Menschen im Lager untergekommen – für eine Zeit von nur einigen Tagen bis zu einigen Monaten. Althusmann besuchte auch das Lagermuseum.

Der CDU-Politiker unternimmt vom 18. bis 22. April im südlichen und östlichen Niedersachsen eine politische Frühlingstour. Die Stationen der Reise des Spitzenkandidaten sind neben Göttingen und Friedland Soltau, Celle, Peine, Wolfenbüttel, Salzgitter, Hildesheim, Osterode, Northeim und Lüneburg.

Bernd Althusmann (CDU) mit Leiter Heinrich Hörnschemeyer (rote Krawatte)

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